Königin Fabiola von Belgien Familie trägt Monarchin zu Grabe

Von SIR/dpa 

Die königliche Familie und zahlreiche Trauergäste haben am Freitag von Königin Fabiola von Belgien Abschied genommen. Unter den Gästen waren unter anderem Michiko, die Kaiserin von Japan, und Hoheiten aus Dänemark, Norwegen und Schweden angereist.

Brüssel - Mit einer großen und emotionalen Trauerfeier hat Belgien von seiner Königin Fabiola Abschied genommen. Die königliche Familie und zahlreiche Trauergäste würdigten in der Brüsseler Kathedrale von St. Michael und St. Gudula die im Alter von 86 Jahren verstorbene Monarchin. „Ihr Herz schlug im gleichen Rhythmus wie unser Herz“, sagte Kardinal Godfried Danneels am Freitag. Ihr sei es gelungen, ganz unterschiedliche Menschen zusammenzuführen. „Sie war einfach und elegant zugleich.“ König Philippe und Königin Mathilde waren den Tränen nahe.

33 Jahre stand Fabiola neben König Baudouin an der Spitze des belgischen Staats - bis zum Tod ihres Mannes im Jahr 1993. Den Titel „Königin“ trug sie aber bis zuletzt. Sie liegt nun an der Seite Baudouins in der königlichen Familienkrypta bei Schloss Laeken im Norden der Hauptstadt.

Vertreter des europäischen Hochadels erwiesen Fabiola beim Staatsbegräbnis die letzte Ehre. Unter ihnen waren Spaniens Ex-König Juan Carlos und Frau Sofia, Schwedens König Carl XVI. Gustaf mit Frau Silvia, die dänische Königin Margrethe II., die niederländische Ex-Königin Prinzessin Beatrix und der luxemburgische Großherzog Henri.

Fabiola hatte sich eine schlichte Zeremonie gewünscht. Der Sarg war aus hellem Eichenholz, geschmückt mit der dreifarbigen belgischen Nationalflagge. Musiker spielten Stücke von Bach, Mozart und Schubert. Die strenggläubige Monarchin war für ihre Musikbegeisterung bekannt. „Unser Volk ist zu ihrem geworden“, sagte Kardinal Danneels.

Fabiola, die am vergangenen Freitag starb, stammte aus einer großen spanischen Aristokratenfamilie. Vor der Kathedrale versammelte sich im strömenden Regen nur wenige Schaulustige. Laut Nachrichtenagentur Belga zeigten sich spanische Touristen verwundert über die ihrer Meinung nach mangelnde Anteilnahme der Öffentlichkeit.

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