Der Kohlenmeiler steht auf einem sogenannten „Rost“ – diese Holzkonstruktion sorgt für Luft von unten. Die Stange in der Mitte gibt dem Holzkegel Stabilität. Foto: Weingand / STZN

Der Köhlerverein Schwäbischer Wald zeigt eine Woche lang, wie ein Kohlenmeiler funktioniert. Unsere Fotostrecke erklärt, warum mit dieser traditionellen Methode die vielleicht beste Holzkohle hergestellt wird.

Alfdorf - Schon von weitem sieht man bei Alfdorf-Pfahlbronn (Rems-Murr-Kreis) die Rauchsäule aufsteigen. „Das Lagerfeuer geht in dieser Woche nicht mehr aus“, schmunzelt Manfred Krautter. Nicht nur das: Auch in dem gewaltigen Erdhaufen ein paar Meter weiter geht es heiß her. Denn der Naturparkführer und seine Mitstreiter vom Köhlerverein Schwäbischer Wald zeigen im Rahmen der Köhlerwoche noch bis Sonntag, wie mit traditionellen Methoden Holzkohle hergestellt wird.

Dafür ist jede Menge Geduld nötig: Schon am Montag haben die Hobbyköhler den sogenannten Rost aufgebaut. Dieser Unterbau erinnert an eine Gabelstaplerpalette und sorgt später dafür, dass der kegelförmige Holzstapel beim Verkohlen von unten belüftet werden kann. Wie der Prozess weitergeht, sehen Sie in unserer Bilderstrecke.

Am Sonntag wird der Meiler geöffnet

Bis zum Sonntag muss ständig überwacht werden, dass das verkohlende Holz im Innern des Meilers das richtige Maß an Luft abbekommt. „Nur Wasser und leicht flüchtige Bestandteile des Holzes dürfen verdampfen“, erklärt Krautter. „Das Holz darf nicht brennen, sondern nur verkohlen.“ Für die richtige Luftzufuhr sorgen jetzt Löcher, die in den Meiler gestochen werden. Deshalb werden die Woche über immer Vereinsmitglieder beim Kohlenmeiler anwesend sein – wer mag, kann sich vor Ort jederzeit ein Bild davon machen. Der Meiler steht im Gewann Dinkelfirst – von Alfdorf-Pfahlbronn aus ist der Weg ausgeschildert.

Vom Endergebnis der Aktion ist Manfred Krautter jedenfalls mehr als überzeugt: „Das ist die absolut beste Grillkohle. Sie ist unbehandelt und regional erzeugt – das Holz wurde nach dem Fällen drüben am Waldrand höchstens 300 Meter transportiert.“ Am Sonntag, 27. August, wird ab 10 Uhr der Kohlenmeiler gelöscht – und die fertige Kohle säckeweise an die Besucher verkauft.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: