Lange musste die FDP, hier mit dem Bundesvorsitzenden Christian Lindner, um den Landtagseinzug zittern. (Archivbild) Foto: dpa/Christophe Gateau

Die Landtagswahl in Thüringen war für die FDP eine Zitterpartie, am Ende kam man exakt auf die notwendigen fünf Prozent. Nun wurde das Ergebnis offiziell bestätigt.

Erfurt - Knapp zwei Wochen nach der Landtagswahl in Thüringen ist es offiziell: Die FDP zieht mit 5,0 Prozent der Stimmen ins Thüringer Parlament ein. Das gab der Landeswahlleiter Günter Krombholz bei der Präsentation des amtlichen Endergebnisses am Donnerstag bekannt. Demnach übersprangen die Liberalen die Fünf-Prozent-Hürde um 73 Stimmen.

Damit endet das Bangen der FDP, die nach dem vorläufigen Ergebnis am Wahlabend lediglich 5 Stimmen über der Fünf-Prozent-Hürde gelegen hatte. Nun wurde dieses Ergebnis korrigiert. Eine leichte Abweichung ergab sich auch bei der CDU, die nach dem amtlichen Endergebnis 21,7 Prozent der Stimmen statt 21,8 Prozent erreichte.

Mit 31,0 Prozent hat die Linke um Ministerpräsident Bodo Ramelow die Landtagswahl gewonnen, wie der Landeswahlausschuss einstimmig feststellte. Die AfD kam demnach auf 23,4 Prozent und landete vor der CDU auf Platz zwei. Die Sozialdemokraten liegen bei 8,2 Prozent, die Grünen bei 5,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 64,9 Prozent.

CDU sucht weiter nach Regierungspartner

Die Regierungsbildung wird in Thüringen weiterhin schwierig bleiben, weil das favorisierte Bündnis von Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) eine Minderheitsregierung bilden müsste und auf Stimmen anderer Fraktionen angewiesen wäre, um zu regieren. Auch eine Konstellation unter Führung der CDU und ohne AfD hat keine Mehrheit. FDP und CDU haben eine feste Zusammenarbeit mit der Linken ausgeschlossen. Außerdem will keine der im künftigen Landtag vertretenen Parteien mit der AfD zusammenarbeiten.

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Der Landeswahlausschuss prüfte in Erfurt jeden Wahlkreis einzeln. Dies sei angesichts des knappen Ausgangs der Wahl nötig, in dieser Form aber eher unüblich, hatte Krombholz eingangs gesagt. Die knappsten Ergebnisse hatte die FDP bisher beim Einzug in die Landesparlamente 2001 in Hamburg mit 680 Stimmen und 2013 in Hessen mit 911 Stimmen mehr als nötig. In Thüringen hatte die FDP bei der Wahl 2014 den Einzug ins Parlament verpasst.

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