Kritik an der Klimapolitik der Kommission: CDU-Bezirkschef und EU-Abgeordneter Andreas Schwab. Foto: dpa/Patrick Seeger

Eigentlich stützt die Fraktion der Christdemokraten im Europaparlament die Politik der EU-Kommission. Doch jetzt äußert mit Andreas Schwab erstmals ein einflussreicher Parlamentarier aus der Parteienfamilie von Ursula von der Leyen grundsätzliche Kritik am Green Deal.

Brüssel - Der Bezirkschef der CDU-Südbaden, Andreas Schwab, schlägt angesichts eines Dickichts von unterschiedlichen Corona-Regeln in den EU-Mitgliedstaaten Alarm: „Insbesondere die exportorientierten Unternehmen im Südwesten leiden in erheblichem Umfang unter den unkoordinierten und damit sich widersprechenden Corona-Maßnahmen der Mitgliedstaaten.“ Schwab, Binnenmarktexperte im Europaparlament, fordert aufeinander abgestimmte Regelungen zwischen den Mitgliedstaaten. Der Abgeordnete aus Rottweil prangert zudem strukturelle Probleme im Binnenmarkt an, die es schon vor der Corona-Krise gab. „Die Mitgliedstaaten verfolgen seit Jahren eine immer stärkere Renationalisierung ihrer Arbeitsmärkte“, so Schwab im Gespräch mit unserer Zeitung.

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