In den Hütten am Waldrand südlich von Weiler ist nichts mehr los. Foto: Gottfried Stoppel

Beim Kleintierzuchtverein im Teilort Weiler sind fast alle Aktivitäten zum Erliegen gekommen. Nun gibt es Interessenten an dessen Gebäuden, doch die Vereinsauflösung zieht sich hin.

Schorndorf - Wenn man südlich des Schorndorfer Teilortes Weiler auf das Gelände des Kleintierzuchtvereins schaut, erkennt man kaum noch Aktivitäten. Das Gelände wirkt verlassen, in einigen der Hütten wuchert das Unkraut. Auf der Internetseite des Kreisverbands der Kleintierzüchter gibt es die lapidare Auskunft: „Der Verein befindet sich in Auflösung“. „Es ist wirklich zum Heulen“, sagt ein früherer Vereinsaktiver, der seinen Namen nicht öffentlich genannt haben möchte. „Wir sind einer der ältesten Vereine und hatten früher die besten Ausstellungen.“

Vor gut zweieinhalb Jahren begann die Misere. Dem Verein kam wegen eines plötzlichen Todesfalls über Nacht der erste Vorstand abhanden. Offiziell übernahm der zweite Vorsitzende das Ruder. Er habe sich in den Vorstand gedrängt, werfen ihm frühere Mitglieder vor. Doch nach außen sichtbar stellte der neue Vereinschef alle Aktivitäten ein.

„Meines Wissens nach finden dort keine regelmäßigen Versammlungen und keine Rechnungsführung mehr statt“, sagt Gerd Wildermuth, der sich selbst um den Verein bemüht hat. Einige der Besitzer haben ihre Hütten inzwischen untervermietet und sind weggezogen, andere sind zu krank, um die Züchterei weiterzubetreiben. Es sind massive Gebäude, die unter finanzieller Beteiligung der Mitglieder errichtet wurden. Einige berichten von mehreren Zehntausend Euro, die sie beim Bau des Geländes dafür investiert hätten. „Das hat davor ausgesehen wie ein Müllplatz“, berichtete ein ehemals aktives Mitglied. In den Bau des einzigen gemeinschaftlich genutzten Gebäudes, eine Ausstellungshalle, seien sogar Fördermittel eines Dachverbands der Kleintierzüchter geflossen.

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