Foto: Archiv Patricia Sigerist

Die Vogelgrippe betrifft auch die Kleintierzuchtvereine auf den Fildern. Angst um ihre Tiere haben sie aber nicht.

Filder - Die Vaihinger Kleintierzüchter laden am Sonntag wieder zu ihrer Kleintierschau ein. Die Vereinsmitglieder haben 54 Kaninchen und 37 Stück Federvieh gemeldet. Beim Geflügel sind damit weniger Tiere zu sehen als sonst. Der Vorsitzende Richard Lung glaubt, dass die Angst vor der Vogelgrippe eine Ursache dafür ist. In Deutschland hat diese bislang einige wenige Nutztier-Bestände befallen. Zudem haben Tierärzte das Virus H5N8 bei mehr als 200 Wildvögeln festgestellt.

Um eine Ausbreitung der Krankheit zu vermeiden, gilt mittlerweile auch in Baden-Württemberg die Stallpflicht. Kleintierschauen sind dennoch erlaubt, allerdings mit Einschränkungen. Entweder die Züchter beschränken sich auf eine Lokalschau, oder aber sie dürfen kein Geflügel ausstellen. Für die Vaihinger ist das kein Problem, denn ihre Veranstaltung war ohnehin als Lokalschau geplant. Dennoch kann Lung nicht verstehen, weshalb die Tiere einerseits im Stall bleiben sollen, Kleintierschauen aber andererseits erlaubt sind. „Ich finde die Stallpflicht in einer Region ohne große Gewässer und ohne einen Verdachtsfall übertrieben“, sagt Lung.

Die Kreisschau Geflügel wird vermutlich eine Lokalschau Geflügel

Für die Bernhausener Kleintierzüchter stellt sich die Situation anders dar. Der Verein wollte am 7. und 8. Januar die Kreisschau Geflügel ausrichten. Diese wird nun wahrscheinlich auf eine reine Lokalschau reduziert. „Das ist schade. Für viele Züchter, die nicht auf die ganz großen Schauen gehen wollen oder können, ist die Kreisschau eine gute Gelegenheit, sich mit anderen Züchtern auszutauschen und seine Tiere einem größeren Publikum zu präsentieren“, sagt die Vereinsvorsitzende Andrea Kopp. Für die Stallpflicht hat sie Verständnis. „Man darf mit solchen Vorsichtsmaßnahmen nicht warten, bis man eine tote Ente vor der Haustür findet.“

Die Möhringer Kleintierzüchter hatten Mitte November ihre Vereinsschau. „Diese wäre auch nach Einführung der Stallpflicht noch möglich“, sagt der Vorsitzende Rudolf Walter. Denn die Experten gehen davon aus, dass wenn die Krankheit auf einem Vereinsgelände auftritt, sowieso der gesamte Bestand betroffen ist. Dass das in Möhringen passiert, glaubt Walter nicht. Denn alle Tiere sind derzeit in den Ställen, und diese sind überdacht. Die Tiere können also nicht in Kontakt mit Kot von Wildvögeln kommen.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: