In Murr wird am Sonntag erstmals über das Telefon gepredigt. Foto: dpa//Stratenschulte

Die evangelischen und katholischen Kirchengemeinden lassen sich in der Corona-Krise allerhand einfallen – ein Überblick nicht nur zum Wochenende.

Bottwartal - Immer mehr Kreativität legen die Kirchengemeinden in Marbach und im Bottwartal an den Tag, wenn es darum geht, ihren Mitgliedern einen Ersatz für die Gottesdienste anzubieten, die während der Corona-Pandemie nicht mehr stattfinden dürfen. Ein Überblick.

Erdmannhausen
Unter dem Motto „Gottesdienst von der Coach aus“ gibt es am Sonntag ab 10 Uhr eine rund 20-minütige Andacht im Youtube-Format mit Vikar Paul Vögler auf der Homepage der evangelischen Januariuskirche unter www.januariuskirche.de/tagesimpuls-predigt.

Murr
Nach der gelungenen Premiere bietet die evangelische Kirche in Murr jetzt regelmäßig dienstags, donnerstags und samstags jeweils um 19 Uhr ein Live-Abendgebet an. Auf der Homepage www.ev-kirche-murr.de können Interessenten live dabei sein und auch Gebetsanliegen durchgeben. Alle Informationen und die jeweiligen Livestream-Links finden sich unter der Rubrik Gottesdienste.

Speziell an ältere Menschen ohne Internetzugang richtet sich der erste Gottesdienst per Telefonkonferenz am Sonntag um 10.30 Uhr. Von 10.25 Uhr an können sich Interessierte unter der Festnetznummer 07 21 / 2 03 64 44 in die Konferenzschaltung einwählen. Nach der Wahl der Sprache (Taste 1 für Deutsch) ist dann der Zugangscode 884291 einzugeben. Es entstehen nur die normalen Telefongebühren, bei einem klassischen Flatrate-Tarif also gar keine. Die Texte für die gemeinsamen Elemente des Gottesdienstes finden sich im evangelischen Gesangbuch oder auf der Internetseite www.ev-kirche-murr.de zum Download.

Pleidelsheim
Unter der Internetadresse www.mauritiuskirche.de können Gottesdienste live gestreamt oder per Video angesehen werden. Zudem können sich Interessenten unter der Telefonnummer 01 51 / 50 62 63 54 geistige Impulse und Ermutigungen online aufs Handy schicken lassen und sich mit Gleichgesinnten austauschen. Für Gebete ist die Mauritiuskirche dienstags und freitags zwischen 16 und 18 Uhr geöffnet. Wer seelsorgerische Begleitung möchte, erhält diese vom Pfarrer-Ehepaar Samuel und Tabea Hartmann telefonisch unter der Nummer 0 71 44 / 28 36 82.

Marbach
Die evangelische Kirchengemeinde Marbach bietet auf ihrer Homepage www.evkg-marbach.de Filmaufnahmen von Gottesdiensten zum Herunterladen an. Dekan Ekkehard Graf stellt zudem sechs Mal pro Woche unter dem Motto „Worte und Orte der Hoffnung“ kurze Filmsequenzen von gut zwei Minuten Dauer auf die Seite.

Auf der Homepage der katholischen Kirchengemeinde „Zur Heiligen Familie“ in Marbach (www.zurheiligenfamilie.com) gibt es täglich einen geistlichen Impuls auf der Startseite. Zudem will die Gemeinde das Gebetsläuten wieder verstärkt ins Bewusstsein rufen und läutet abends um 18 Uhr sieben Minuten lang die Glocken.

Benningen
Gleich viermal am Tag (7.30, 12, 15 und 18 Uhr) laden in Benningen die Glocken zum gemeinsamen Gebet. Sonntags zwischen 9 und 11 Uhr sowie mittwochs von 15 bis 19 Uhr ist zudem der Kirchenraum der Annakirche für eine persönliche Andacht oder ein Gebet geöffnet. Auf der Seite www.benningen-evangelisch.de finden sich zudem Hinweise auf digitale Gottesdienste und Gottesdienste im Fernsehen.

Steinheim/Großbottwar
Geistliche Impulse und mehr finden Interessenten auf dem Instagram-Kanal mit dem Namen „Seelsorgeeinheit.Bottwartal“ mit den Gemeinden Pius X. Großbottwar und Heilig Geist Steinheim. Darüber hinaus stehen auf den Homepages der beiden Gemeinden Besinnungstexte für Exerzitien im Alltag. Diese liegen auch in den Kirchen aus.

Evangelische Landeskirche
Zum Glockenläuten um 19.30 Uhr verbunden mit einem Gebet für alle Kranken und im medizinisch-pflegerischen Bereich Tätigen ruft die evangelische Landeskirche auf.

Die Aktion „Hoffnungslicht“ lädt alle dazu ein, jeweils um 19 Uhr für fünf Minuten eine Kerze anzuzünden und ins Fenster zu stellen. Bei einem „Vaterunser“ soll an alle Kranken, Ärzte, Pflegekräfte, Politiker, Virologen, Ordnungsdienste, Beschäftige im Einzelhandel, alte Menschen und Kinder gedacht werden. Zudem ruft die evangelische Kirche in Deutschland dazu auf, täglich um 19 Uhr „Der Mond ist aufgegangen“ am Fenster oder auf dem Balkon zu singen oder zu musizieren.

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