Papst Franziskus ist ein echter Strahlemann, der viel gute Laune verbreitet und (fast) immer lächelt. Foto: dpa

Wenn jemand zum Papst gewählt wird, ist er schon im Rentenalter. Franziskus war 76 Jahre alt, als er 2013 Papst wurde. Warum das so ist und warum Päpste so lange und viel arbeiten müssen, erklären wir in diesem Kirchen-Blog-Beitrag für Kinder.

Stuttgart - An diesem Samstag wird Papst Franziskus 80 Jahre alt. Vielleicht ist Dein Opa auch schon so alt und seit vielen Jahren im Ruhestand. In Deutschland gehen die Menschen mit 65 Jahren in Rente, manche auch schon früher. Aber mit 80 Jahren noch so hart arbeiten? Den ganzen Tag auf den Beinen sein? Termine, Termine, Termine. Warum tut sich Franziskus das an?

Franziskus heißt eigentlich Jorge Mario Bergoglio und kommt aus Buenos Aires. Das ist die Hauptstadt von Argentinien in Südamerika. Dort war er lange Erzbischof – eine Art Vorsteher der Katholischen Kirche. Seit seiner Wahl zum Papst am 13. März 2013 lebt er im Vatikan, dem kleinsten Staat der Welt, der inmitten der italienischen Hauptstadt Rom liegt.

Der 266. Papst nach dem Apostel Petrus

Der Papst ist der oberste Boss aller Bischöfe und römisch-katholischen Christen. Und das sind ganz schön viele – nämlich fast 1,3 Milliarden Menschen. Päpste gibt es seit es die Kirche gibt – seit Jesus von Nazareth einen seiner Jünger mit Namen Petrus vor mehr als 2000 Jahren zum Nachfolger berufen hat. Franziskus ist der 266. Papst und Bischof von Rom.

In der Regel sind Päpste, wenn sie gewählt werden schon im Rentenalter. Franziskus war 76, als er 2013 Papst wurde. Sein Vorgänger Benedikt XVI. war noch älter – 78 Jahre. Dessen Vorgänger, Johannes Paul II., war die große Ausnahme. Er war „nur“ 58, als er Papst wurde. Ein für kirchliche Verhältnisse junger Mann in den besten Jahren.

Lange Laufbahn als Priester, Bischof und Kardinal

Dass Päpste so alt sind, hat seine Gründe: Wenn sie gewählt werden, haben sie schon eine sehr lange kirchliche Laufbahn hinter sich: Theologiestudium, Priesterweihe und Arbeit als Seelsorger in einer Gemeinde oder Professor an einer Universität. Irgendwann, wenn sie sich bewährt haben, werden sie Bischof und leiten eine Ortskirche wie zum Beispiel das Bistum Rottenburg-Stuttgart oder das Erzbistum Freiburg.

Wer als Bischof hervorragende Arbeit geleistet hat, wird vielleicht Chef einer noch größeren Ortskirche und zum Kardinal ernannt. Kardinäle – von ihnen gibt es rund 120 – sind enge Berater des Papstes. Aus ihren Reihen kommt auch der neue Papst, wenn der alte gestorben ist.

So hart wie kein anderer Job

Wenn jemand dann mit 65 oder 70 Jahren zum Papst gewählt wird, fängt die Arbeit für ihn erst richtig an. Papst zu sein ist ein echter Knochenjob. So hart wie nur ganz wenige Jobs auf der Welt – wahrscheinlich noch viel anstrengender als Bundeskanzler oder amerikanischer Präsident zu sein. Und die sind ja auch noch jünger.

Die Verantwortung, die man als Papst hat, ist riesengroß. Der Papst ist Staatschef des Vatikan, dem kleinsten Staat der Welt, und Oberhaupt der Katholischen Kirche. Jeden Tag, von Montags bis Sonntags, empfängt er Gäste, führt von morgens bis abends Gespräche. Er muss wichtige Papiere unterschreiben und Briefe verfassen. Außerdem reist er viel herum, um Gemeinden in aller Welt zu besuchen.

Päpste sind sehr fromm

Das Allerwichtigste: Franziskus ist ein sehr frommer Mann. Er steht früh auf und beginnt den Tag mit Gebeten. Täglich feiert er die Messe und spricht mit vielem Menschen über religiöse Fragen. Wenn er abends um 22 oder 23 Uhr endlich ins Bett geht, ist er hundemüde. Und das nicht nur, weil er 80 Jahre alt ist.

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