Das Verfahren vor dem Landgericht in Mannheim verkürzt sich durch die Aussage deutlich. Foto: dpa

Einem 54-jährigen katholischen Priester wird Betrug, Urkundenfälschung und Untreue vorgeworfen. Um die ihm drohende Haftstrafe zu verkürzen, will der Mann umfassend vor dem Landgericht aussagen.

Mannheim - Ein wegen Betrugs an der eigenen Kirche angeklagter katholischer Priester hat sich vor dem Landgericht Mannheim mit der Staatsanwaltschaft auf einen Deal geeinigt. Der Mann soll eine Freiheitsstrafe von etwa vier Jahren bekommen - im Gegenzug für ein umfassendes Geständnis. Wie ein Gerichtssprecher auf Anfrage mitteilte, hätten sich die Prozessbeteiligten am Montag mit dieser zuvor ausgehandelten Absprache einverstanden erklärt. Das Geständnis des Priesters wird für diesen Donnerstag erwartet.

Das Verfahren verkürzt sich damit deutlich. Ein Urteil soll den Angaben zufolge Ende Oktober fallen und wird sich an einem Strafmaß zwischen drei Jahren und neun Monaten und vier Jahren und drei Monaten orientieren. Ursprünglich sollte bis mindestens Ende November verhandelt werden.

Dem 54-Jährigen wird Betrug, Urkundenfälschung und Untreue vorgeworfen. Er soll den Caritasverband Lahr um fast 200 000 Euro gebracht und unter anderem auch das Pfarramt Lahr und das Ursulinenkonvent in Mannheim betrogen haben. Für die Caritas stellte er beispielsweise Rechnungen aus, deren Richtigkeit er sich im gleichen Atemzug auch selbst bescheinigte. Der finanzielle Gesamtschaden beläuft sich auf 228 000 Euro.

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