Matthias Schweighöfer beim Selfie-Shooting mit seinen Fans Foto: Lichtgut/Jan Potente

„Der geilste Tag“ heißt der neue Film von Schauspieler Matthias Schweighöfer und Florian David Fitz. Bei der Filmpremiere am Samstag im Cinemaxx im SI-Centrum in Stuttgart gab es jede Menge Selfies mit den etwas müden Schauspielern.

Stuttgart - „Der geilste Tag“ heißt der neue Film von Schauspieler Matthias Schweighöfer und Florian David Fitz. Bei der Filmpremiere am Samstag im Cinemaxx im SI-Centrum gab es jede Menge Selfies mit den etwas müden Schauspielern.

Schon eine gute Stunde harrt Maria an der Absperrung aus, die die Fans von den Stars trennt. Die 22-Jährige aus Regensburg ist ein echter Schweighöfer-Fan. „Er verstellt sich nicht, hat Humor und ist ein toller Schauspieler“, sagt sie. Auch bei der Premiere von „Der geilste Tag“ in München sei sie gewesen. Im Film spielen Schweighöfer und Fitz zwei Todkranke, die einen Kredit ergaunern und aus dem Sterbehospiz fliehen, um eine letzte, große Reise anzutreten. Marias Freund steht gelassen hinter ihr und überblickt das Getümmel der rund 300 fast ausschließlich weiblichen Fans, die dicht gedrängt der Ankunft der beiden Protagonisten entgegenfiebern. Ob er ein Problem damit hat, dass seine Freundin dem Filmstar hinterher reist? „Ich bin da tolerant“, sagt er.

Autogrammstunde fällt aus

Nadine aus Trossingen ist wegen Florian David Fitz da. „Seit er bei Doctor’s Diary mitgespielt hat, bin ich sein Fan“, sagt die 26-Jährige. Doch Nadine hat Pech: „Florian steckt im Stau“, verkündet ein kräftiger Mann in grauem Kapuzenpulli per Megafon.

Zudem gebe es keine Autogramme, man sei sehr unter Zeitdruck. Enttäuschung macht sich nicht breit, denn jetzt kommt Matthias Schweighöfer. Kollektives Kreischen brandet auf. Mit weißen Turnschuhen, braunem Trenchcoat und Wollmütze spaziert er die Treppen hoch. Kaum angekommen, schnappt er sich die ersten Smartphones, dreht sich um und knipst Selfies wie am Fließband. Routiniert sieht das aus, ein bisschen lustlos auch. Schweighöfers Augen sehen aus, als hätte der Star drei Tage nicht geschlafen. „Während der Promotion hat Matthias sicher an die 20 000 Selfies gemacht“, erklärt Dan Maag, einer der Produzenten des Films. Karlsruhe, Baden-Baden und Offenburg hießen die Stationen des Vortags, heute ist Stuttgart an der Reihe. „Die Fans sollen die Stars hautnah erleben“, sagt Maag. Die Kinos seien schon lange ausverkauft. Es gebe eine Schweighöfer-Fangruppe, die bereits alle 26 Premieren-Locations abgefahren hat, stellt Maag fest. „Wie die das logistisch machen, ist mir ein Rätsel – das kostet außerdem ja eine Menge Geld.“

Derweil hat Matthias Schweighöfer die ganze Breite der Absperrung abgeschritten, mit ein paar Dutzend Selfies seine Fans in Ekstase versetzt. Angestrengt kaut er auf seinem Kaugummi herum, als er zur Pressewand geht, vor der die offizielle Fotosession beginnt. „Normalerweise macht er mehr Stimmung. Heute ist alles etwas gehetzt“, findet Luise, 22, aus Stuttgart. Dass es doch keine Autogramme gibt, findet sie nicht schlimm. „Die meisten wollen doch sowieso nur ein Selfie mit ihm.“ Um kurz nach eins hat es auch Florian David Fitz geschafft. „Florian kommt jetzt“, sagt der Mann mit dem Megafon. Übermüdet, aber gut gelaunt beginnt auch Fitz die Selfie-Runde. Doch die Uhr tickt: „Leute, macht bitte nur noch Gruppenfotos, die Zeit reicht nicht mehr“, interveniert wieder der Megafon-Mann. Fitz witzelt mit den Fans. Drei Mädchen rufen: „Florian, noch ein Gruppenbild.“ Das gibt es aber nicht mehr. „Kommt hoch in den Saal“, fordert er sie auf. Denn bei der anschließenden Filmpremiere dürfen die Fans ihren Stars noch Fragen stellen. Das lassen sie sich nicht zweimal sagen: Geschlossen geht es hoch in den Saal.

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