Kinokritik zu Hotel Transsilvanien 3 Graf Dracula an Bord

Von André Wesche 

Es klingt wie ein Wortspiel: Im dritten Teil der erfolgreichen Trickfilmserie geht ein Vampir auf Kreuzfahrt. Aber Dracula führt hier ja auch ein Hotel und braucht wirklich mal Urlaub.

Stuttgart - Was in dieser Animationsfilmreihe bisher geschah: Dracula kümmert sich als Alleinerziehender liebevoll um seine Tochter Mavis. In Rumänien führt er ein Hotel, das sich an eine sehr spezielle Zielgruppe wendet. Monster aus aller Welt steigen hier ab, um sich von ihren schrecklichen Jobs zu erholen. Frankensteins Kreatur, die Mumie und der Unsichtbare sind Gäste und enge Freunde des Hoteliers. Mavis hat sich einen menschlichen Mann geangelt und ist stolze Mutti.

Im dritten Teil von „Hotel Transsilvanien“ ist der Graf einsam und überarbeitet. Das entgeht seiner Tochter natürlich nicht, die Dracula eine Auszeit verordnet. So kommt es zu einer Kreuzfahrt vor den Bermudas. Das Ruder führt Kapitän ­Ericka, deren liebreizender Anblick Dracula sofort in Ekstase versetzt. Sie ist zwar ein lebendiger, durchbluteter Mensch, aber was soll’s? Auch Mavis freut sich über die ungeahnten Gefühlsregungen ihres alten Herrn. Aber hier nehmen natürlich auch all die Probleme ihren Anfang, die sich bald zur Bedrohung für die gesamte Monsterschaft auswachsen.

Klare Botschaft für Kids

Vielleicht werden sich die jungen Kinofreunde später einmal bei Slasher-Filmen und „Saw“-Ablegern amüsieren. Heute genügt ihnen das temporeiche, witzige und ungemein einfallsreiche Werk „Hotel Transsilvanien 3 – Ein Monster-Urlaub“, um sich prächtig zu amüsieren. Die Botschaft der hochwertig animierten Geschichte ist klar: Es ist Wurscht, wie du aussiehst. Monster wie du und ich können immer Spaß zusammen haben. Einen schönen Gruß also an Top-Model & Co. Darüber hinaus aber wird Techno als die Musik des Bösen entlarvt. Und der Oldie „Macarena“ dürfte nach diesem Film auf den Schulhöfen der gesamten Republik wieder schwer in Mode geraten.

Hotel Transsilvanien: Ein Monster-Urlaub. USA 2018. Regie: Genndy Tartakovsky. Animationsfilm. Mit den deutschen Stimmen von Janina Uhse, Anke Engelke, Rick Kavanian. 97 Minuten. Ohne Altersbeschränkung.

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