Der Held von „Die Winzlinge“ trifft in der Fremde ihm noch unbekannte Krabbler. Foto: Weltkino

Die Krabbeltierchen der Trickfilmreihe „Die Winzlinge“ sind zurück. Einen kleinen Käfer verschlägt es in die Fremde.

Stuttgart - Ein unerschrockener Marienkäfer will eigentlich nur seinen Ameisenkumpeln beim Wegschleppen von Maronenmus helfen. Doch dabei rutscht er versehentlich in ein Paket, das aus seiner französischen Heimat ins ferne Guadeloupe verschickt wird. Hier muss er sich mit fremden Insekten herumschlagen und hat keinen Schimmer, wie er wieder nach Hause gelangen kann. Zum Glück findet er Freunde. Die plagen allerdings eigene Sorgen, weil ein fieser Investor ihren Wald roden will, um Hotelanlagen zu bauen.

Das Regie- und Drehbuchduo Hélène Giraud und Thomas Szabo inszenieren in „Die Winzlinge – Abenteuer in der Karibik“ eine inhaltlich wie visuell charmante Geschichte mit Witz und Spannung. Wie im erfolgreichen Vorgängerfilm „Die Winzlinge – Operation Zuckerdose“ agieren die computeranimierten Krabbeltierchen in einer hinreißend gelungenen Symbiose aus Animations- und Realfilm.

Verständlich ohne Sprache

So vermenschlicht die ulkigen Vielbeiner gestaltet sind, sie sprechen nicht. Aber wir verstehen sie perfekt über die ihnen individuell zugeordneten Laute und Geräusche. Mathieu Lamboleys Filmmusik bringt uns zusammen mit den Soundeffekten die Dialoge der Insekten verblüffend nahe. Neben Aspekten wie Fremdsein, Freundschaft und Solidarität besticht der Film auch durch seine ökologische Botschaft. Wer wünscht sich nicht, dass pfiffige Helden das Plattmachen von Naturlandschaften und Parks verhindern könnten?

Die Winzlinge: Abenteuer in der Karibik. Frankreich 2018. Regie: Thomas Szabo, Hélène Giraud. 92 Minuten. Ohne Altersbeschränkung.

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