Foto: Studiocanal

Er gehört fest zur deutschen Kindheit: der Elefant Benjamin Blümchen. Der Held von Büchern und Hörspielkassetten gewinnt auch im Kino die Herzen.

Stuttgart - Törööö“ tönt es einem sofort in Ohren, fällt der Name Benjamin Blümchen. Der sprechende Elefant, ersonnen 1977 von der österreichischen Autorin Elfie Donnelly, hat sich als Hörspiel- und Trickfilmfigur in Generationen von Kinderherzen trompetet. Ein bisschen tollpatschig und unbedarft stapft Benjamin mit seinem menschlichen Freund Otto in halbstündigen Folgen – bis jetzt sind 142 Hörspiele erschienen – durch humorvolle, manchmal anarchisch angehauchte Abenteuer. Längst zur Marke geworden mit vielen neuen Designern, kommt er jetzt auch in einem Spielfilm ins Kino. Der heißt wenig missverständlich schlicht „Benjamin Blümchen“.

Viel zu argloser Benjamin

Im Drehbuch von Bettina Börgerding, die schon an der Trickserie mitschrieb, darf Otto die Sommerferien beim Dickhäuter im Neustädter Zoo verbringen. Doch die Freude wird schnell getrübt. Der Zoodirektor Herr Tierlieb hat Sorgen, es fehlt an Geld. Der Bürgermeister (Uwe Ochsenknecht) beauftragt die energische Zara Zack (Heike Makatsch), den Zoo zu modernisieren. Während Zara sich beim arglosen Benjamin einschleimen kann, spürt Otto schnell, dass sie Übles im Schilde führt.

Regisseur Tim Trachte hat eine Mischung aus Realfilm und Computeranimation gewählt. Gedreht wurde im Studio, die Zookulissen entstanden am Computer und wirken oft künstlich, aber immerhin ist Benjamin gut gelungen. Die Mängel der Optik gleicht zudem das spielfreudige Darstellerensemble aus. Nur hätte man sich in dem absehbaren Plot mehr Gags gewünscht wie den wild mit Essen um sich werfenden Futterroboter oder die niedlich mit „Wanted“-Schildern durchs Bild watschelnden Pinguine auf der Suche nach dem entführten Benjamin.

Benjamin Blümchen. Deutschland 2019. Regie: Tim Trachte. Mit Manuel Santos Gelke, Heike Makatsch, Friedrich von Thun, Uwe Ochsenknecht, Dieter Hallervorden. 91 Minuten. Ohne Altersbeschränkung.

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