Das Stettener Amateurtheater zeigt vom 23. November an das Kinderstück „Hase und Igel“. Es soll nicht nur unterhalten, sondern Tipps für das Zusammenleben außerhalb des Theaters vermitteln.
Vor bald 200 Jahren ist eine Fabel, die Trickreichtum über Schnelligkeit stellt, in den Hausmärchen der Gebrüder Grimm erschienen: „Hase und Igel“. Das Theater unter den Kuppeln im Leinfelden-Echterdinger Stadtteil Stetten hat nun die Bühnenfassung des Hamburger Ohnsorg-Theaters ausgegraben, um vom 23. November an in zehn Vorstellungen bis Ende Dezember anhand eines Wettrennens zu erzählen, dass Kreativität und Zusammenhalt mindestens ebenso viel zählen wie Geschwindigkeit. „Es gibt nette Szenen mit lustigen Momenten, die auch für jüngere Kinder verständlich sind“, sagt die Regisseurin Léa Bonnet über das Stück, das für Kinder von vier bis zwölf Jahren empfohlen ist.
Die 17-jährige Schülerin steht bereits seit dem Jahr 2018 im Theater unter den Kuppeln selbst auf der Bühne. „Jetzt wollte ich auch mal die andere Perspektive einnehmen und mich auf die andere Seite wagen“, sagt sie zu ihrem ersten Regieeinsatz im Dreierteam mit Andreas Dorn und Jessica Ruffner. „Hase und Igel“ zeige, „dass man Dinge manchmal nur schafft, indem man sich zusammentut.“
Qualität durch Leidenschaft
In dem Stück, in dem der Igel mit seinen Verbündeten den Hasen listig ins Leere laufen lässt, werde „auf spielerische Weise gezeigt, wie ein gutes Zusammenleben funktionieren kann – indem man akzeptiert, dass Leute anders aussehen“, erklärt Léa Bonnet. Junge Theaterbesucherinnen und -besucher könnten dabei einiges in ihren Alltag mitnehmen: „Es geht darum, dass es nicht okay ist, andere wegen ihres Aussehens zu schikanieren.“ Die Zusammenarbeit der Willigen finde zwar im Tierreich statt, aber „das lässt sich gut übertragen“. Die Moral des Märchens? „Freundschaft ist wichtig. Sogar der Hase, der total fies und arrogant ist, hat einen Komplizen, bei dem er immer wieder mal vorbeikommt, weil er auch eine Art von Freundschaft braucht“, erklärt die junge Regisseurin.
Bis zu dreimal die Woche proben die Laiendarsteller in Stetten für „Hase und Igel“. Und für das beachtliche Niveau, das die Amateure im Theater unter den Kuppeln zuweilen erreichen, hat die Regisseurin eine einleuchtende Erklärung: „Die Qualität wird vor allem dadurch erreicht, dass die Darsteller alle mit sehr viel Freude dabei sind und das aus Leidenschaft machen.“
Termine und Karten „Hase und Igel“ feiert am Samstag, 23. November, im Stettener Theater unter den Kuppeln (Gräbleswiesenweg 32) Premiere. Diese beginnt, wie alle weiteren Vorstellungen bis 29. Dezember, um 15 Uhr. Karten kann man online über die Seite www.tudk.de, telefonisch unter der Nummer 07 11/79 51 11 oder an der Theaterkasse kaufen.