Die betroffene Einrichtung des Schwäbischen Frauenvereins Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Einer Erzieherin wird Körperverletzung und Beleidigung vorgeworfen. Der Frauenverein, Träger der Kita, hat sich von der Mitarbeiterin getrennt, auch die Leitung wird neu besetzt.

Stuttgart - Gegen die ehemalige Erzieherin einer Stuttgarter Kindertagesstätte ermittelt nun die Staatsanwaltschaft. Laut Polizei bestehe der Verdacht, sie habe sich der Körperverletzung und der Beleidigung von Kindern schuldig gemacht. Träger der Einrichtung im Stuttgarter Westen ist der Schwäbische Frauenverein. Er hat der Erzieherin inzwischen gekündigt und sich auch von der ehemaligen Leiterin getrennt. „Es hat sich herausgestellt, dass sie von Vorfällen wusste, aber nicht entsprechend reagiert hat“, sagt die Vorsitzende des Vereins, Beate Bulle-Schmid.

Stadträte fragen nach Transparenz

An diesem Montag wird auf Antrag der SPD-Fraktion und der Grünen ein Bericht zum Kinderschutz in Stuttgart gegeben. Der Kommunalverband Jugend und Soziales (KVJS), der über Kindeswohlgefährdungen in Betreuungseinrichtungen informiert werden muss, und das Kinderschutzzentrum Stuttgart, das vom Jugendamt bei Kindeswohlgefährdung prüfend und beratend hinzugezogen wird, legen Abläufe und Vorgehen offen. Die Stadträte wollen aber auch wissen, „wie Transparenz gegenüber den Eltern in einem solchen Fall“ gewährleistet werden.

Kita bekommt neue Leiterin

Die Erzieherin ist Ende Januar von einigen Eltern bei der Polizei angezeigt worden, gegen die Leiterin seien Vorwürfe wegen Untätigkeit erhoben worden. Der Trägerverein hat darauf mit der Beurlaubung der Erzieherin reagiert, das Kinderschutzzentrum wurde eingeschaltet, zum Beispiel für Supervision. Laut Beate Bulle-Schmid stehe eine Therapeutin für Elterngespräche bereit. Die Leitungsstelle sei noch nicht neu besetzt, allerdings stehe das Auswahlverfahren unter den fünf Bewerberinnen kurz vorm Abschluss.

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