So fing es an: Katharina Höger, ehemalige Erzieherin im Zwergenzügle, hatte 2021 die Idee. Nun kommt zum Jubiläum der Kita-Song 2.0. Foto: Stoppel

Aktionen auf Social Media und eine aktuelle Version des Kita-Songs: Das Kinderhaus Zwergenzügle hat sich was einfallen lassen zum 10. Geburtstag – sogar ein Sänger hat mitgeholfen.

Wer im Kinderhaus Zwergenzügle anruft und erst mal in der Warteschleife landet, dürfte darüber nicht wirklich unglücklich sein. Denn die Zeit wird schwungvoll überbrückt – und zwar mit einem eigenen Song der von der Arbeiterwohlfahrt betriebenen Einrichtung nahe dem Fellbacher Bahnhof.

 

Und das schwungvolle Lied, das da schon länger auf Band zu hören ist und sofort zum Mitgrooven einlädt, wurde jetzt sogar refreshed. Der Grund für die überarbeitete Version 2025: Das Kinderhaus feiert dieser Tage zehnjähriges Bestehen. „Dafür haben wir uns unter anderem überlegt, einen Kita-Song 2.0 herauszubringen“, erklärt die Leiterin der Einrichtung, Annika Heinrich.

Pünktlich zum Jubiläum haben sich Kinder und Erzieher Aktionen ausgedacht und Auftritte eingeübt. Foto: privat

Musiker Toni Mogens singt beim Kita-Song mit

Dabei kam einmal mehr der Musiker Toni Mogens zum Einsatz. Ihn hatte der frühere Einrichtungsleiter Michael Faltis damals – im Jahr 2021 – direkt angerufen, nachdem ihm die ehemalige Erzieherin Katharina Höger ihre Idee mit der Gitarre im Büro mal eben live vorgespielt hatte. Und Toni Mogens war genauso begeistert wie sein Freund und hatte direkt Zeit, dem Song mit Profiwissen den nötigen Feinschliff zu geben. „Und dieses Mal war er natürlich auch gleich bereit, zu helfen, und hat zwei Strophen eingesungen“, sagt Annika Heinrich und findet das Lied übers Lummerland, die Kappelzwerge, die Drachenstadt, den Zauberwald und viele weitere magische Orte, die die Gruppen der Einrichtung markieren, wohl genauso gelungen wie die Kinder.

Die waren in den vergangenen Monaten wegen des Jubiläums ganz schön beschäftigt und dementsprechend aufgeregt. Schließlich galt es, Auftritte einzustudieren, Aktionen vorzubereiten und die Feier zu planen. „Schlussendlich ist es ein Fest für unsere Kinder. Deshalb haben wir uns auch entschlossen, nicht öffentlich, sondern im vertrauten Rahmen zu feiern“, sagt Annika Heinrich. Um die Fellbacher trotzdem mitzunehmen im Jubiläumsjahr, habe man sich Monatsaktionen überlegt, die auch auf Social Media beworben werden, erklärt die 38-Jährige und hat ein paar Beispiele parat.

Für den August haben die Kita-Kids Blumentüten bemalt und mit Samen gefüllt. Die Päckchen wurden an Passanten verteilt. Im September ging es weiter mit bemalten Steinen, die als Wandersteine in der Stadt ausgelegt wurden. Annika Heinrich könnte noch weitere Ideen nennen, aber sie will die Überraschung nicht kaputtmachen, also schweigt sie und verspricht, dass es spannend wird. „Wir sind auf zehn Gruppen angewachsen und haben für das Jubiläum ein extra Organisationsteam. Da wurde erfolgreich gebrainstormt“, sagt sie und lacht.

Aber den zehnten Geburtstag nutzten die Verantwortlichen des Awo-Kinderhauses auf dem SDK-Areal nicht nur für die Planung der Feier, sie ließen auch die letzten Jahre Revue passieren. „Wir haben uns sehr weiterentwickelt, aber wir haben anlässlich des Jubiläums auch an Dinge, wie die Einbrüche in unserer Einrichtung und den Tiefgaragenbrand, der die Nutzung der Räume erst mal unmöglich machte, gedacht.“ Man habe damals dagestanden und eine Lösung bei laufendem Betrieb finden müssen, so Heinrich.

Sänger Toni Mogens hat beim Kita-Song tatkräftig mitgewirkt. Foto: privat

Dass alles gut ging, und es anlässlich des Jubiläums nur Grund zur Freude im Kinderhaus gibt, daran erinnert auch der Kita-Song 2.0 – inklusive Zugtröte, freudigem Kindergeschrei und jeder Menge guter Laune. Damit die Kids zu hören sind, hatte sich Toni Mogens gleich für die erste Version sein Aufnahmegerät geschnappt und damit einen Tag im Zwergenzügle verbracht.

Wunsch: Der Song soll auf Spotify und ins Radio kommen

„Toni wird uns auch wieder helfen, dass der Song auf Spotify kommt. Mit der ersten Version haben wir es sogar ins Radio geschafft“, sagt Annika Heinrich. Und wenn Toni Mogens nicht gerade auf Tour wäre, der 28-Jährige würde wohl sofort in seiner alten Heimat vorbeischauen und mitfeiern. „Das Awo-Zwergenzügle-Lied ist für mich ein Herzensprojekt. Es macht mich glücklich, die Kinder schon in frühen Jahren musikalisch zu begleiten und ihnen so Freude an Musik mitzugeben“, sagt der Sänger, der gerade das Erscheinen seines neuen Albums feiert und im Herbst auf Deutschland-Tour geht.