Trotz der politischen Themen kam der Spaß nicht zu kurz. Foto: Thomas Weingärtner

Beim Kindergipfel in Stammheim konnten Kommunalpolitiker die Patenschaft für Projekte übernehmen. Die Vorschläge kamen von den Kindern des Bezirks.

Stammheim - Jede Menge Spiele, ein Zauberer und ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm: Einmal im Jahr gehört der Kirchplatz in Stammheim den Kindern. Beim 23. Kindergipfel, der diesmal unter dem Motto „Unser Respekt gegenüber Mensch und Natur“ stand, gab es auch heuer viel zu entdecken. Die jungen Besucher konnten an verschiedenen Ständen basteln oder malen. Für die sportliche Komponente sorgten Pedalos und Balancierbalken; die ganz mutigen Kinder durften sich vom Schlauchturm der Freiwilligen Feuerwehr abseilen. Die Erwachsenen konnten sich von dem ganzen Trubel bei einer Tasse Fair-Trade-Kaffee, Tee, Kuchen oder Gegrilltem erholen.

Die Paten des vergangenen Jahres teilten ihre Erfahrungen

Aber nicht nur Spiel und Spaß standen auf dem Programm, sondern auch ein Bühnenprogramm, das von der Kindersportschule des Turnvereins Stammheim, dem Schülerhaus Neuwirtshaus und der Grundschule gestaltet wurde. Auch Vertreter der Verwaltung und Stadträte kamen dabei zu Wort. Den Anfang machte Hans-Wolf Zirkwitz, Leiter des Umweltamtes. Er ging auf das Thema Respekt vor der Natur ein und traf bei seinen jungen Zuhörern auf offene Ohren. Organisiert wird die Veranstaltung von der Stammheimer Runde. Sie dient vor allem dazu, den Stimmen der jüngsten Bürger Gehör zu verschaffen. Diese durften ihre Anliegen an Kommunalpolitiker herantragen. Wer sich als Pate zur Verfügung stellte, der versprach, sich im kommenden Jahr für eines der Belange einzusetzen. Moderiert wurde das Bühnenprogramm erstmals von Mitgliedern des Jugendrates, die schwungvoll und souverän durch den Nachmittag führten.

Im Resümee des vergangenen Jahres konnten die Paten einige Erfolge vorweisen. Zwei der drei Wünsche, nämlich der nach mehr Mülleimern auf Spiel- und Bolzplätzen sowie der nach legalen Graffitiflächen, konnten verwirklicht werden. Die Forderung nach einer besseren Beleuchtung an der Solitude bleibt bislang nur ein frommer Wunsch – eine abschließende Entscheidung steht noch aus. Die Paten, Stadträtin Rose von Stein, Bezirksvorsteherin Susanne Korge und Gemeinderätin Judith Vowinkel, die eine Patenschaft mit Gemeinderätin Silvia Fischer übernommen hatte, berichteten von ihren Erfahrungen.

Auch für die neuen Projekte haben sich Paten gemeldet

In diesem Jahr standen mehr Mülleimer im gesamten Stadtteil und Spender für Hundekottüten vor der Schulsporthalle der Grund- und Werkrealschule ganz oben auf der Liste. Das dritte Anliegen der Kinder waren die Pumpen auf den Wasserspielplätzen Goldkäferweg und Sieben Morgen. Diese sind schon seit geraumer Zeit nur sehr schwer bedienbar. Um die Mülleimer-Patenschaft will sich Rose von Stein kümmern. „Das war auch im letzten Jahr mein Ziel, das bekomme ich wieder hin“, gab sie sich zuversichtlich. Für die Pumpen will sich der Landtagsabgeordnete Reinhard Löffler einzusetzen. Das Projekt für die Spender von Hundekottüten ging an Stadtrat Christian Walter. „Das war ziemlich spontan“, sagte er. „Ich finde das aber auch ärgerlich, wenn die Wiesen verunreinigt sind. Gerade vor der Schule treten dann ja vor allem Kinder rein.“

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