Der Saal des Bürgerhauses ist am Donnerstag beim dritten Botnanger Kinderforum aus allen Nähten geplatzt. Foto: Torsten Ströbele

Die Mädchen und Buben aus dem Bezirk haben beim Kinderforum viele Anregungen geliefert.

Botnang - Wenn ich König von Botnang wäre, gäbe es auf der Jugendfarm schon lange coole, giftige und gefährliche Tiere“: Auch dieser etwas ungewöhnliche Wunsch wurde am vergangenen Donnerstag im Rahmen des dritten Kinderforums im Bezirk geäußert. Ob künftig Schlangen, Skorpione oder gar ein Löwe an der Einrichtung am Buberlesbach zu finden sein werden, darf allerdings bezweifelt werden. Doch im voll besetzten Saal des Bürgerhauses wurden durchaus auch viele Anliegen vorgetragen, die eine sehr gute Chance haben, realisiert zu werden.

Da wären beispielsweise die Mädchen und Buben aus der Kindertagesstätte „Kleine Entdecker“: Sie wünschen sich einen Garten in Botnang, wo man etwas anpflanzen kann, vielleicht mit einer kleinen Hütte, in der das Material gelagert werden kann, und einem kleinen Teich. „Hat jemand zufällig einen Garten übrig?“, fragte die Moderatorin Ulrike Tamme in die Runde. Dieter Kerstan von der Jugendfarm erklärte sich bereit, sich dem Anliegen anzunehmen: „Bei uns gibt es ein wenig Platz. Dort könnte man vielleicht etwas anpflanzen. Alleine kann ich das allerdings nicht entscheiden. Ich frage aber gerne nach.“ Damit auch niemand der Projekt-Beteiligten vergisst, an seinem jeweiligen Thema dranzubleiben, wurden die Wünsche in sogenannten Patenverträgen festgehalten.

Der erste Zwischenstand erfolgt am 1. Juli

Auch Ulrich Dilger vom Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung hat eine Patenschaft übernommen. Gemeinsam mit den Kollegen des Garten-, Friedhofs- und Forstamtes wird er sich dem Spielplatz an der Kauffmannstraße annehmen. Mädchen und Buben der Franz-Schubert-Schule und der Schülerbetreuung des Kindertreffs forderten, der Langeweile auf der Spielfläche endlich den Garaus zu machen. Ein Baumhaus wäre schön, eine Kletterwand, ein Wasserspiel, eine Seilbahn, eine lange Rutsche, eine Hängematte und einen Fußballplatz mit Kunstrasen. Auch ein Tunnel, an dessen Ende ein Holzboot zu finden sein soll, steht ganz weit oben auf dem Wunschzettel. Die Kinder im Saal waren von diesen Ideen, die von ihren Altersgenossen auf der Bühne vorgestellt wurden, auf jeden Fall hellauf begeistert. Des Weiteren plädierten ein paar Mädchen und Buben von der Franz-Schubert-Schule dafür, dass ihr Schulweg durch einige Zebrastreifen an der Bruckner-, Gustav-Mahler-, Lortzing-, Alten Stuttgarter und Lindpaintnerstraße sicher werden soll.

Die zweite Grundschule in Botnang hatte auch einige Vorschläge parat. Die Klasse 4b der Kirchhaldenschule hatte sich der Wasserrutsche des ASV Botnang angenommen. Rutschfestes Material und einen verlängerten Auslauf im Becken fanden die Mädchen und Buben erstrebenswert. „Ich werde mich darum kümmern“, versprach der Zweite Vorsitzende des ASV, Achim Kühn. „Ob wir das allerdings sofort hinbekommen, kann ich nicht sagen.“ Hilfe bekommen die beiden Grundschulen auch beim Thema fairer Handel. Die zwei Einrichtungen wollen Faitrade-Schule werden. Die lokale Steuerungsgruppe wird sich der Sache annehmen.

Zudem haben sich einige Kinder aus Botnang unter anderem einen Laden gewünscht, in dem es günstig Spielsachen zu erwerben gibt. Auch der Belag des Bolzplatzes an der Franz-Schubert-Schule soll erneuert werden und ein Tiergehege mit Hasen auf dem Gelände der Schule zu finden sein. Was aus den vielen Wünschen der Mädchen und Buben wird, bleibt abzuwarten. Das erste Nachtreffen mit den Verantwortlichen und Organisatoren des Kinderforums findet am 1. Juli statt. Dort wird ein erster Zwischenstand vermeldet.

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