In der Kita geht es auch um frühkindliche Bildung. Eltern haben einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz. Foto: Robert Kneschke - stock.adobe.com

Stuttgart muss sparen. Darum wird in den Haushaltsberatungen über höhere Kita-Gebühren und sinkende Förderungen für nicht-städtische Einrichtungen diskutiert.

Die freien Kita-Träger wenden sich mit einem dringlichen Appell an die Stadtverwaltung und den Gemeinderat. Angesichts der angespannten Kassenlage halten sie eine sozial verantwortliche Erhöhung der Elternbeiträge zwar für umsetzbar und sehen darin einen Beitrag zur Haushaltskonsolidierung. Sie mahnen aber, dass Kürzungen bei den Förderungen für die freien Träger nicht zu Lasten der Qualität und Vielfalt in den Kindertageseinrichtungen gehen dürfen.

 

Die freien Träger stellen rund 18.000 Betreuungsplätze, das sind rund zwei Drittel aller Kita-Plätze in Stuttgart. Sie leisten damit einen Beitrag zur Umsetzung des gesetzlichen Rechtsanspruchs auf frühkindliche Bildung, betonen sie in einer Pressemitteilung.

Die Kosten für Betrieb, Personal und Mieten seien zuletzt erheblich gestiegen. Viele Einrichtungen müssten bereits jetzt Beiträge von bis zu 150 Prozent des städtischen Satzes verlangen, um kostendeckend arbeiten zu können, und seien damit für Eltern deutlich teurer.

Über diese Kürzungen wird derzeit diskutiert

In den Haushaltsberatungen wird derzeit auch über eine Reduzierung der städtischen Förderung für freie Träger gesprochen. Im Raum steht eine Reduzierung der Förderquote bei den Fachpersonalkosten von 97,5 auf 95 Prozent zum 1. Januar 2026.

Dies dürfe nicht dazu führen, dass die Elternbeiträge zwischen städtischen Kitas und Kitas in freier Trägerschaft noch weiter auseinandergehen. Denn dies sei eine Wettbewerbsverzerrung, heißt es in der Pressemitteilung. Doch wenn die Kürzung städtischer Zuschüsse nicht durch höhere Elternbeiträge ausgeglichen werden könne, könne die Finanzierung vieler Einrichtungen nicht gewährleistet werden. Die Folgen für Familien seien nicht absehbar, warnen die freien Träger.