Kiminalroman „Tod auf dem Wasen“ Neuer Krimi: Tod auf dem Wasen

Von Iris Frey 

Autorin Martina Fiess hat den Krimi „Tod auf dem Wasen“ geschrieben. Foto: privat
Autorin Martina Fiess hat den Krimi „Tod auf dem Wasen“ geschrieben. Foto: privat

Martina Fiess ist eigentlich keine Volksfest-Gängerin. Doch zum 200. Jubiläum des Fests hat sie einen Krimi geschrieben und ist fasziniert von der Geschichte des Fests. Am 4. September liest sie in der Stadtteilbibliothek Bad Cannstatt.

Bad Cannstatt - Sie ist eigentlich keine Volksfest-Gängerin, gesteht die Autorin Martina Fiess. Doch gerade deshalb hat sie das Thema gereizt, anlässlich des 200. Geburtstags dieses schwäbischen Traditionsfestes sich damit zu beschäftigen. Sie hat sich mit der Historie auseinandergesetzt und ist davon begeistert. „Ich bin fasziniert, wie stark das Volksfest mit der Geschichte der Stadt und des Landes verwoben ist, mit Herzögen und der Großfürstin Katharina“, sagt Fiess. Vielen sei unbekannt, dass es nach dem Vulkanausbruch und der Hungersnot eigentlich ein Erntedankfest war, so die Autorin. Kurz vor den Jubiläumsfeierlichkeiten legt sie nun ihren neuesten Krimi vor, den sechsten, in dem Bea Pelzer ermittelt. Am Dienstag, 4. September, liest sie daraus in der Stadtteilbibliothek Bad Cannstatt in der Überkinger Straße.

Brand im Bierzelt

Und darum geht es im Krimi: Die Landeshauptstadt steht Kopf kurz vor dem Start zum 200. Cannstatter Volksfest. Bea Pelzers Werbeagentur hat den Auftrag, ein neues Festzelt auf dem Wasen zu betreuen. Pelzer ist da mit eingebunden. Außerdem ist sie Stadtführerin und informiert über das historische Volksfest bei Führungen. Da passiert es, zwei Tage bevor das Volksfest eröffnet wird, wird noch viel auf dem Wasen gearbeitet. Da gibt es plötzlich ein großes Feuer, ein Zelt brennt. Das Zelt, welches von Pelzers Werbeagentur betreut wird. Die Feuerwehrleute finden im Zelt einen Toten. Alles wird abgesperrt. Die Kriminalpolizei übernimmt die Ermittlungen, doch auch Bea Pelzer ist täglich vor Ort und über ihre Kontakte aus der Werbeagentur stets gut informiert.

Leiche im Neckar

„Die Geschichte mit dem brennenden Festzelt ist ein bisschen gewagt“, sagt Fiess, doch sie habe im Roman darauf geachtet, dass sich niemand wiedererkennt. Am Ende wird alles aufgeklärt nach einigen Verwicklungen und Action-Szenen, wie Fiess ankündigt. Bad Cannstatt spielt immer wieder in ihren Büchern eine Rolle. In ihrem zweiten Band ist ein Serienmörder aufgetreten und eine Leiche am Neckar gefunden worden. „Bad Cannstatt finde ich sehr schön, die Altstadt ist malerisch“, sagt die Autorin. Sie ist auch sehr gespannt, wie der neue Krimi ankommt. Ende September will die Autorin auch auf den Wasen gehen und sehen, wie es dort tatsächlich ist. Sie war auch auf dem Frühlingsfest, um nochmals Atmosphäre zu schnuppern und zu schauen, wie die Anfahrten so sind. Doch alles in allem sei es ja ein Roman, der seine künstlerische Freiheit hat.

Die geborene Badenerin Martina Fiess lebt seit über 20 Jahren in Stuttgart. Sie war als Journalistin, Sachbuchlektorin und Werbetexterin tätig, bevor sie Krimiautorin wurde.

Redaktion Bad Cannstatt

Ansprechpartner
Torsten Ströbele
cannstatt@stz.zgs.de

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