Bei der Kidical Mass durch Stuttgart waren etwa 50 Kinder dabei. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Bei der Kidical Mass traten am Samstag wieder rund 100 Radler für eine fahrradfreundliche Zukunft in Stuttgart in die Pedale - die Hälfte von ihnen waren Kinder. 

Stuttgart - Der blaue Fahrradhelm sitzt, die Schuhe sind frisch gebunden. Die siebenjährige Lina steht, einen Fuß auf dem Pedal, in den Startlöchern. Um 14 Uhr startete am Samstag am Feuersee eine weitere Auflage der Kidical Mass.

Mit der fünf Kilometer langen Tour über die Schlossstraße, durch den Planietunnel, am Marienplatz vorüber und zum Stadtpalais demonstrieren am Samstag rund 50 Kinder und ebenso viele Erwachsene für ein fahrradfreundlicheres Stuttgart. „Meine Tochter hat regelrecht darauf gedrängt, radeln zu lernen, damit sie heute mitfahren kann“, verrät eine Mutter. 

Für Rad-Anfänger gibt es kaum Raum in Stuttgart


„Gerade für Anfänger gibt es oft keinen Raum in der City“, merkt Radaktivist Christoph Hoyer an. Auch sonst müsse mehr für Zweiradnutzer getan werden. Der Zielbeschluss der Stadt reiche nicht aus. Mit der Teilnehmerzahl ist er zufrieden: „Es sind weniger Fahrer gewesen als zuletzt“, resümiert er. „Wir befinden uns aber auch mitten in der Ferienzeit.“


Stolz stellt eine Fünfjährige ihr Rad an der Urbanstraße ab. Auch die Jüngsten haben die komplette Strecke durchgehalten. „Es hat Spaß gemacht und ein bisschen aufregend war es auch, in so einer großen Gruppe zu fahren“, findet die neunjährige Mila, die erstmals bei der Kidical Mass dabei war. Den nächsten Termin am 14. September hat sie sich bereits vorgemerkt.

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