Kickers-Trainer Dirk Schuster (li.), Marcos Alvarez: Nur die Leistung zählt. Foto: Pressefoto Baumann

Knapp ein Drittel der Drittligasaison ist vorüber – und die Stuttgarter Kickers stehen vor einem Heimspiel-Dreierpack. An diesem Samstag (14 Uhr) kommt Wacker Burghausen, am 24. Oktober der KSC und am 27. Oktober die SpVgg Unterhaching. „Wir sind gut gerüstet“, sagt Trainer Dirk Schuster.


Stuttgart jüf – Knapp ein Drittel der Drittligasaison ist vorüber – und die Stuttgarter Kickers stehen vor einem Heimspiel-Dreierpack. An diesem Samstag (14 Uhr) kommt Wacker Burghausen, am 24. Oktober der KSC und am 27. Oktober die SpVgg Unterhaching. „Wir sind gut gerüstet“, sagt Trainer Dirk Schuster.

Herr Schuster, haben Sie drei Heimspiele innerhalb einer Woche schon mal erlebt?
Nein, noch nie. Auch nicht, als ich mit dem Karlsruher SC noch im Uefa-Cup am Ball war.

Wie viele Punkte wollen Sie denn einfahren?
Auch wenn es wenig spannend klingt: Ich denke zurzeit nur an Wacker Burghausen. Und natürlich wollen wir dieses Spiel ­gewinnen.

Welche Schwerpunkte haben Sie in der 14-tägigen Pause gesetzt?
Zunächst nutzten wir die Pause zur Regeneration. Wir hatten einige angeschlagene Spieler. Jetzt kam auch noch Enzo Marchese mit einem Außenbandanriss dazu. Er wird uns auf jeden Fall gegen Burghausen fehlen. Da war es sinnvoll, kein Testspiel zu absolvieren, zumal im bisherigen Saisonverlauf zum größten Teil die gleichen Spieler auf dem Platz standen.

Eine solche Kontinuität wünscht man sich als Trainer – oder?
Ja, schon. Wir hatten ein glückliches Händchen, was die Aufstellung betrifft. Wobei jeder Spieler jeden Tag im Training zeigen kann, dass er besser ist als derjenige, der in der Anfangsformation steht.

Neuzugang Marcos Alvarez ist das offenbar noch nicht gelungen, jetzt haben Sie ihn sogar in die Oberligamannschaft verbannt. Für wie lange?
Das liegt an ihm. Ich kann auf renommierte Namen, die mit vielen Vorschusslorbeeren zu uns kommen, keine Rücksicht nehmen.

Es heißt, Alvarez sei sehr von sich überzeugt und in der Mannschaft isoliert. Ist er ein solch schwieriger Charakter?
Ich habe 24 verschiedene Charaktere in der Mannschaft, alle sind nicht einfach. Marcos muss jetzt hundertprozentig fit werden und sich dann optimal einbringen. Hierarchie definiert sich über Leistung.

Stimmt es, dass Marcos Alvarez im Winter gehen kann, wenn er einen anderen Verein findet?
Für diese Frage ist unser Präsidiumsmitglied Guido Buchwald der richtige Ansprechpartner. Fakt ist, dass Marcos die Erwartung bisher leider nicht erfüllt hat.

Welche Schulnote würden Sie Ihrer Mannschaft nach zwölf Spieltagen geben?
Ich würde eine Zwei minus im Zwischenzeugnis geben. Zwar nicht für die Punktausbeute, aber für die Gesamtleistung.

Und Ihr Torjäger Marco Grüttner bekommt eine Eins mit Sternchen?
Wir freuen uns, dass er schon acht Tore auf dem Konto hat. Er hat die schwierigen Treffer gemacht. Hätte er auch die leichten gemacht, wäre er in der Winterpause wahrscheinlich schon nicht mehr bei uns.

Zuletzt ist das A-Jugend-Top-Talent Rico Wentsch im Drittligakader aufgetaucht. Wird er oben dabei bleiben?
Er ist ein großes Stürmertalent, aber auch die Lebensversicherung für unsere U 19 in der A-Junioren-Bundesliga.
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