Dieter Märkle (li., neben dem ehemaligen Kickers-Co-Trainer Erol Sabanov) sitzt nicht mehr selbst auf einem Trainerstuhl, sondern gibt den Nachwuchstrainern bei den Blauen Hilfestellung Foto: Baumann

Er hat das Oberligateam trainiert. Nach der Abmeldung der zweiten Mannschaft hat NLZ-Chef Dieter Märkle mehr Zeit, sich intensiver um den Unterbau der Blauen zu kümmern. Wo seine Schwerpunkte liegen, sagt er im Interview.

Stuttgart - Mario Suver ist für Dieter Märkle (55) ein Paradebeispiel. Der Verteidiger wird am 23. September erst 18 Jahre alt und hat bereits Einsätze im Fußball-Regionalligateam der Stuttgarter Kickers hinter sich. „Wenn uns so etwas gelingt, dann haben wir unseren Auftrag, Spieler für die erste Mannschaft auszubilden, erfolgreich ausgeführt“, sagt der Leiter des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ).

Herr Märkle, wie sind Sie mit dem Start der Nachwuchsteams zufrieden?
Die U19 hat die ersten drei Oberligaspiele deutlich gewonnen und befindet sich in einer sehr guten Form. Die U17 Mannschaft hat einige Spieler zu integrieren. Das neu formierte U-17-Bundesliga-Team hat den Anpassungsprozess noch nicht erfolgreich abgeschlossen, was aber schnellstmöglich geschehen sollte, um am Ende der Spielzeit möglichst die Ziele zu erreichen und den Klassenverbleib zu schaffen. Das jüngste 4:1 gegen den FC Augsburg zeigt, dass das Team auf einem guten Weg ist.
Das Saisonziel bei den A-Junioren heißt sofortiger Wiederaufstieg?
Wir wollen ganz oben dabei sein, und wenn es irgendwie geht, auch am Ende der Saison ganz oben stehen. Auch wenn wir es dabei mit einigen ambitionierten Konkurrenten zu tun haben. Eins ist klar – es wird kein Selbstläufer.
Worauf legt der neue Trainer Paco Vaz besonderen Wert?

Im Gegensatz zur vergangenen Bundesligasaison sind die nun meisten Gegner bei den Spielen gegen unsere Mannschaft sehr defensiv organisiert. Gegen diese bisweilen destruktiven Mannschaften gilt es beim Spiel mit dem Ball gute Lösungen zu finden. Daran arbeitet Paco Vaz. Er legt zum Beispiel großen Wert auf ein schnelles Umschaltspiel und auch mal in Eins-gegen-Eins-Situationen zum Erfolg zu kommen.

Abwehrspieler Mario Suver gehört schon zum Kader der ersten Mannschaft.
Das ist korrekt und aller Ehren wert. Mario ist ein Paradebeispiel. Zumal er am 23. September erst 18 Jahre alt wird. Wenn uns so etwas gelingt, dann haben wir unseren Auftrag, Spieler für die erste Mannschaft auszubilden, erfolgreich ausgeführt.
Gibt es im aktuellen Team ähnliche Top-Talente?
Ich möchte hier keine einzelnen Namen nennen. Wir haben einige Top-Talente in den eigenen Reihen, die wir weiterentwickeln möchten.
Stürmer Leon Rasic hat in den ersten beiden Saisonspielen schon sechs Tore erzielt.
Stimmt – und die muss man natürlich erst einmal machen. Er ist jedoch auch auf darauf angewiesen gut eingesetzt zu werden und auch er muss kontinuierlich weiter an sich arbeiten.
Da Sie das abgemeldete Oberligateam nun nicht mehr trainieren: Wie nutzen Sie gewonnene Zeit?
Ich kann vor allem die Nachwuchsteams U19, U17 und U 16, das heißt die Trainer und die Spieler, sportlich wesentlich intensiver begleiten, sowohl bei den Spielen als auch bei den Übungseinheiten. Hinzu kommt, dass ich den Trainern Hilfestellung gebe, wir gemeinsam etwas erarbeiten können. Und dann geht es auch als bald weiter, die neue Saison zu planen. Zum Beispiel im Bereich der Talentsichtung.
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