Starker Rückhalt für die Blauen: Torwart Lukas Königshofer. Foto: Baumann

Vier Punkte aus den letzten zwei Auswärtsspielen, nur ein Gegentor – Regionalligist Stuttgarter Kickers hat an Stabilität in der Defensive gewonnen. Es fehlt aber an Kreativität nach vorne – was auch an den Ausfällen liegt.

Koblenz - Alfred Kaminski ist kein Trainer, der gerne einen Spieler hervorhebt. Nach dem 1:1 (1:0) bei der TuS Koblenz verteilte der Trainer der Stuttgarter Kickers dann aber doch ein Sternchen: „Unser Keeper Lukas Königshofer hat sein Können gezeigt und klasse gehalten“, lobte Kaminski. Auch unter den 1630 Zuschauern im Stadion Oberwerth gab es keine zwei Meinungen: Der gebürtige Wiener, der vor der Saison vom Drittligisten Halleschen FC gekommen war, war der beste Mann auf dem Platz.

Malone trifft für die Kickers

In der ersten Halbzeit war der 27-Jährige wenig gefordert worden. Die Kickers kon-trollierten die Partie und gingen durch einen sehenswerten Drehschuss von Ryan Malone (45.) nicht unverdient in Führung.

Nach der Pause legte das Koblenzer Team von Trainer Petrik Sander stürmisch los – dem eingewechselten Dejan Bozic (48.) gelang prompt der Ausgleich. Danach konnte sich Königshofer mehrfach auszeichnen. Warum die Kickers abbauten, stand für den Torwart fest: „Wir hatten die dritte englische Woche hintereinander. Da ist es bei unserem nicht allzu großen Kader nicht verwunderlich, dass Kraft und auch Konzentration etwas verloren gehen.“ Unterm Strich aber nahmen die kampfstarken Blauen nach dem 1:0 am vergangenen Dienstag in Homburg vier Punkte aus den beiden Auswärtsspielen mit. „Damit können wir gut leben“, sagte Kaminski. „Wir punkten und sind von unserem Saisonziel nicht kilometerweit weg.“

Jetzt folgen drei Auftritte im Gazistadion

Der leichte Aufwärtstrend ist auf zwei Dinge zurückzuführen: Zum einen bringt die Umstellung von der Raute im Mittelfeld auf zwei Sechser mehr Stabilität, zum anderen hat Kaminski mit der Rückkehr von Marco Kaffenberger und Maurizio Scioscia seine Formation in der Viererkette gefunden. Auch wenn Sandro Abruscia ursprünglich offensiver eingeplant war. „Sandro ist ein Mannschaftsspieler, der auch als Rechtsverteidiger immer wieder Angriffe mit anschiebt“, argumentiert Kaminski. Was fehlt, ist dennoch die Kreativität nach vorne. Dies liegt nicht zuletzt an den Ausfällen der Mittelfeldstrategen Sebastian Mannström und Yannick Thermann, zudem musste in Koblenz auch noch Enis Küley in der 55. Minute vom Feld. Mit Thermann und Küley ist aber schon am kommenden Donnerstag (19.30 Uhr) im Heimspiel gegen Kickers Offenbach wieder zu rechnen. Es ist der Auftakt zu drei Auftritten im Gazistadion. Es folgt das Derby beim VfB Stuttgart II (20. September, 17.30 Uhr) und das Duell mit Wormatia Worms (24. September, 14 Uhr).

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