Neue Kennzeichen für Leonberg oder Vaihingen/Enz: Noch ist vieles unklar. Foto: StN

Landratsamt Böblingen sieht viele offene Fragen bei der Umsetzung – Bundesrat-Entscheidung im September.

Stuttgart - Nach dem Vorstoß von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, künftig völlig neue Kfz-Kennzeichen zu ermöglichen, wird in den Zulassungsstellen schon mal gerechnet: Run d 60 Euro soll es einen Autofahrer kosten, wenn er künftig mit LEO und nicht mehr mit BB unterwegs sein will, heißt es im Böblinger Landratsamt.

Der Bund plant, Altkreis-Kennzeichen und völlig neue Buchstabenkombinationen zu erlauben. In der Region vermissen vor allem viele Leonberger ihr LEO und würden es nur zu gern gegen das seit Jahren vorgeschriebene BB tauschen. Das Landratsamt Böblingen steht der Einführung des LEO-Kennzeichens zwar offen gegenüber, Pläne zur möglichen Umsetzung gibt es bisher jedoch nicht. „Es gibt einfach zu viele offene Fragen, die das Land noch beantworten muss“, sagt Dusan Minic von der Böblinger Behörde.

Wer ein LEO sein will, muss das aus eigener Tasche bezahlen

Dazu gehört etwa, wer das LEO-Kennzeichen bekommen darf und auf welche Ortsteile dieses eventuell beschränkt werden muss. Auch welche Kosten der Behörde infolge der LEO-Wiedereinführung entstünden, ist unklar. Eins aber ist sicher: Wer ein LEO sein will, muss das aus eigener Tasche bezahlen. „Eine Ummeldung und die neuen Kennzeichen liegen bei etwa 60 Euro“, sagt Minic. Diese Summe müsse man dann gegen die Mehrkosten im Landratsamt gegenrechnen, um die möglichen Gesamtkosten zu ermitteln. Daher habe man im Landratsamt noch nicht mit einer Kostenaufstellung begonnen.

Ob und wie das LEO-Schild wiederkommt und auch andere Städte die Möglichkeit für ein eigenes Kfz-Schild bekommen, entscheidet sich erst, wenn der Bundesrat im September den Vorstoß passieren lässt und das Land anschließend die Parameter für die Wiedereinführung festgelegt hat.

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