Kevin Spacey bei einem Auftritt in New York. Foto: Dennis Van Tine/starmaxinc.com/ImageCollect

Seit er der sexuellen Belästigung beschuldigt wurde, ist Kevin Spacey ohne Job - was ihn zu einem gewagten Corona-Vergleich animiert hat.

Seit mehrere junge Männer schwere Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs gegen Kevin Spacey (60) erhoben haben, bekommt der US-Schauspieler keine Rollenangebote mehr. In einem Video, das der Mime vor einer Weile für die deutsche Gründer-Konferenz "Bits & Pretzels" aufgenommen hat, das aber erst jetzt die Runde macht, zieht er daher einen gewagten Vergleich. Er sieht eine Parallele zwischen seiner Lage und der jener Menschen, die wegen der Corona-Krise ihren Job verloren haben oder massiv von Arbeitslosigkeit bedroht sind.

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"Meine Welt änderte sich komplett im Herbst 2017. Mein Job, viele meiner Beziehungen, mein Ruf in meiner Profession - all das war in wenigen Stunden dahin", so Spacey. Adressiert an alle Personen, die wegen des strengen weltweiten Lockdowns und den Kontaktbeschränkungen ihre Arbeit verloren haben, fährt er fort: "Ich sage nicht gerne Menschen, dass ich mich in ihre Lage hereinversetzen kann. (...) Aber in diesem besonderen Fall habe ich das Gefühl, dass ich sehr wohl nachempfinden kann, wenn deine Welt auf einen Schlag anhält."

Schuldlos arbeitslos?

Wie sie müsse auch Spacey seither gegen "emotionale Anstrengungen" ankämpfen. Was sein Vergleich, der für reichlich Kontroverse im Netz sorgt, zeigt: Der 60-jährige Oscarpreisträger ist sich trotz einer Vielzahl an Vorwürfen gegen seine Person keiner Schuld bewusst und sieht sich stattdessen in derselben Lage wie Menschen, die völlig schuldlos ihren Job verloren haben.

Im Jahr 2017 waren erstmals Missbrauchsvorwürfe gegen Kevin Spacey erhoben worden. Schauspieler Anthony Rapp (48, "Star Trek: Discovery") hatte behauptet, dass sein Schauspielkollege ihn belästigt habe, als Rapp 14 Jahre alt war. Im Zuge der #MeToo-Bewegung waren zusätzliche Anschuldigungen durch weitere Personen lautgeworden.

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