Clubs kommen und gehen – manche werden schnell vergessen, andere nicht: Vor etwas über 20 Jahren wurde im Unbekannten Tier an der Ecke Lautenschlager-/Bol­z­straße das letzte Mal gefeiert. 1990, als der Club eröffnete, hatte die Theo den Charme einer x-beliebigen Bundesstraße und der Hans-im-Glück-Brunnen war nachts so belebt wie Stuttgart-Rohr. Vielleicht auch deswegen weckt der Club bei einer ganzen Feier-Generation noch heute Nostalgie-Gefühle. Foto: Uli Kraufmann

Mit dem drohenden Aus des Keller Klubs verliert das Stuttgarter Nachtleben eine weitere Institution – keine Frage. Aber wird man auch ihm Jahrzehnte später noch nachweinen?

Stuttgart - Im Keller Klub wird im Juni 2019 womöglich zum letzten Mal getanzt. Grund ist der geplante Abriss des Hauses am Rotebühlplatz, wo dem Vernehmen nach ein Hotel entstehen soll. Auch wenn die Clubbetreiber auf eine Gnadenfrist der Vermieter hoffen, den Pachtvertrag zumindest noch so weit zu verlängern, bis die Bagger tatsächlich anrollen, ist die Schließung nur eine Frage der Zeit.

Das Nachtleben verliert Institutionen

Auch wenn es für viele ein schwacher Trost ist: Mit dem Schicksal, das den Keller Klub ereilt, ist die Institution des Stuttgarter Nachtlebens nicht alleine. Häufig, das zeigt ein Blick ins Geschichtsbuch der jüngeren Stuttgarter Geschichte, waren es Bauprojekte, die zu Schließungen von Clubs führten. Klicken Sie sich durch unsere Chronik – ohne den Anspruch auf Vollständigkeit.

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