Eine Nutzerin während eines Videochats (Symbolbild). Foto: fizkes/Shutterstock.com

Die neue Webcam will einfach nicht funktionieren oder die alte Webkamera möchte nicht mehr? Hier einige der häufigsten Fehlerquellen - und wie man sie selbst behebt.

Gefühlt die ganze Welt bleibt während der Corona-Krise per Videochat in Kontakt - egal ob nun per Skype, Zoom, Google Meet oder über andere Alternativen. Neben dem Smartphone oder Tablet lässt sich das auch mit Laptop und PC bewerkstelligen. Doch was tun, wenn die eingebaute oder externe Webcam nicht funktionieren?

Hier finden Sie zahlreiche Webcam-Modelle unterschiedlicher Hersteller.

Einfache Lösung?

Als aller erstes sollten Nutzer überprüfen, ob die jeweilige Webkamera überhaupt richtig angeschlossen ist. Vielleicht hat sich ja das USB-Kabel gelöst. Die Cam ist an, aber zeigt kein Bild? Es gibt Modelle mit einer Art Sichtschutz, der vor unerlaubtem Videozugriff schützen soll. Befindet sich eine solche Sperre vielleicht noch vor der Linse der Kamera? Außerdem gibt es Varianten von Webcams, die einen gesonderten An-/Aus-Schalter besitzen. Bei Laptops können eingebaute Kameras oft über eine dedizierte Funktionstaste an- und abgeschaltet werden.

In der Systemsteuerung von Windows, im sogenannten "Geräte-Manager", lässt sich zudem nachsehen, ob das Gerät vielleicht deaktiviert wurde - oder ob womöglich ein Treiber-Problem vorliegt. Gerätetreiber werden benötigt, damit einzelne Komponenten vom PC angesteuert werden können. Aktuelle Treiber gibt es im Regelfall direkt auf der Homepage des jeweiligen Herstellers. Nach der Installation eines neuen Treibers sollte der Computer neu gestartet werden. Für manche Kameras gibt es auch eigene Programme, in denen Einstellungen vorgenommen werden können. Ist hier womöglich die Video- oder Tonübertragung deaktiviert?

Darf die Webcam das?

Ähnlich wie beim Smartphone und Tablet sollten User danach überprüfen, ob die notwendigen Zugangsberechtigungen erteilt sind. Denn wie auf den mobilen Geräten muss erst aktiviert werden, dass Kameras Bild und Ton übertragen dürfen. In den Windows-Einstellungen gibt es dafür eigens den Unterpunkt "Datenschutz". Unter dem dortigen Menüpunkt "Kamera" lässt sich ändern, ob der Zugriff aktiviert oder deaktiviert ist. Das Gleiche gilt für "Mikrofon".

Überträgt die Kamera zwar Bild, aber keinen Ton, sollten Nutzer bei externen Geräten ebenfalls zunächst einen Blick auf das Gehäuse der Webcam werfen. Hier lässt sich gegebenenfalls das integrierte Mikrofon an- und ausschalten. In den Sound-Einstellungen (Rechtsklick auf Lautsprecher-Symbol unten rechts in der Taskleiste) kann überprüft werden, ob das richtige Eingabegerät ausgewählt ist. Hier kann das verwendete Mikrofon auch getestet werden.

In manchen Fällen kann auch eine Antivirensoftware den Zugriff auf Kamera oder Mikrofon unterdrücken. Hier müssen Nutzer im jeweiligen Programm nachsehen, ob entsprechende Funktionen womöglich aktiviert oder deaktiviert sind. Manchmal werden auch nur einzelne Anwendungen blockiert, die als nicht vertrauenswürdig von der Software eingestuft werden. Wie genau die Einstellungen hier angepasst werden können, ist von Programm zu Programm unterschiedlich.

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