Sumatra-Nashörner - die trotz des Namens nicht nur auf der Insel Sumatra leben - sind insgesamt vom Aussterben bedroht. (Symbolbild) Foto: picture alliance / Daniel Irungu

Malaysia bangt um Tam, sein letztes männliches Sumatra-Nashorn – Paarungsversuche waren gescheitert. Geschätzt wird, dass es auf Sumatra und Borneo nur noch weniger als hundert Exemplare davon gibt.

Kuala Lumpur - Malaysia bangt um sein letztes männliches Sumatra-Nashorn. Das mehr als 30 Jahre alte Tier namens Tam, das in einem Reservat auf der Insel Borneo zuhause ist, habe praktisch keine Überlebenschance mehr, sagte der Vorsitzende der Tierschutzorganisation Borneo Rhino Alliance, John Payne, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur dpa. „Wir glauben nicht, dass es noch lange am Leben sein wird. Das ist eher eine Sache von Tagen als von Wochen.“

Weniger als hundert Exemplare

Sumatra-Nashörner - die trotz des Namens nicht nur auf der Insel Sumatra leben - sind insgesamt vom Aussterben bedroht. Geschätzt wird, dass es auf Sumatra und Borneo nur noch weniger als hundert Exemplare davon gibt. Viele Rhinozerosse wurden wegen ihres Horns, dem alle möglichen Eigenschaften zugeschrieben werden, Opfer von Wilderern.

Nach einem Bericht der Tageszeitung „The Star“ nimmt Tam seit April kaum noch Essen zu sich. Vermutet wird, dass Leber und Nieren extrem geschwächt sind. Normalerweise werden Sumatra-Nashörner zwischen 35 und 40 Jahre alt. Zwischenzeitlich war auch versucht worden, Tam mit zwei weiblichen Tieren zusammenzubringen, damit es Nachwuchs gibt. Das gelang aber nicht. Die beiden Rhino-Damen sind inzwischen tot.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: