Die Suche nach Armanis Mörder geht weiter Foto: dpa

Sechs Monate nach dem Mord an dem achtjährigen Armani in Freiburg ermittelt die Soko „Bach“ weiter in alle Richtungen. Derweil müssen sich zwei Familienangehörige für den Angriff auf einen Fotografen verantworten.

Freiburg - Sechs Monate nach dem gewaltsamen Tod des achtjährigen Armani in Freiburg fehlt der Polizei eine konkrete Spur vom Täter. Die noch nicht abgeschlossene Vernehmungsaktion von 3000 Anwohnern in Nähe des Spielplatzes, auf dem der Junge vor seinem Tod zuletzt gesehen worden war, brachte zwar neue Erkenntnisse, aber: „Es gibt nach wie vor keinen Tatverdächtigen“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Freiburg unserer Zeitung. Die Soko „Bach“ ermittele weiter in alle Richtungen.

Zwei Angehörige müssen sich für Fotografen-Übergriff verantworten

Gegen den Vater von Armani wurde derweil ein Strafbefehlsantrag wegen gefährlicher Körperverletzung gestellt. Er hatte am Tag der Beerdigung einen Fotografen vor dem Grab zusammengeschlagen. Es gehe um eine Freiheitsstrafe von neun Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt würde, sagte der Sprecher. Armanis Onkel, der den Fotojournalisten verbal bedroht und ihm die Speicherkarte abgenommen hatte, muss wegen Nötigung eine Geldauflage in Höhe von 400 Euro zahlen. Den zuletzt geschürte Verdacht, wonach auch Familienangehörige für den Mord ins Visier der Ermittler geraten seien, dementierte Polizeisprecherin Laura Riske: „Das ist falsch. Wir ermitteln weiter offen in alle Richtungen.“

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