Ein Klimaaktivist wird nach der Störaktion bei Bundeskanzler Scholz abgeführt. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Beim Katholikentag kommt es während des Auftritts des Bundeskanzlers in der Liederhalle zu einem Zwischenfall. Der Störer ist der Polizei kein Unbekannter.

Man hat da schon vieles erlebt – Tortenwürfe, Ohrfeigen oder Messerattacken. Auch beim Katholikentag in Stuttgart ist es am Freitag für Bundeskanzler Olaf Scholz kurz brenzlig geworden. Ein Klimaaktivist hat in der Liederhalle die Bühne zu stürmen versucht. Welche Folgen hat der Zwischenfall?

 

Bei dem jungen Mann, der die Rede des Kanzlers mit seiner Aktion unterbrechen wollte, handelt es sich um einen bereits polizeibekannten Aktivisten der Bewegung Letzte Generation, die in den vergangenen Wochen mit Straßenblockaden auch in Stuttgart von sich reden gemacht hat. Der 25-Jährige, der am Freitag gegen 12 Uhr den Zwischenfall provozierte, konnte von Sicherheitskräften aber schnell überwältigt und der Polizei übergeben werden.

Er wollte sich auf der Bühne festkleben

Er habe den Kanzler nicht angreifen wollen, sondern sich auf der Bühne mit der Hand festzukleben versucht, erklärt der 25-Jährige später. Ähnliches habe es am 13. Mai in Düsseldorf bei einem Auftritt von Wirtschaftsminister Robert Habek gegeben. In Stuttgart waren die Wachleute indes schneller. Mit dem Auftritt eines 22-jährigen Aktivisten, der die Veranstaltung mit Rufen ebenfalls gestört hatte, habe dies nichts zu tun gehabt.

Eine Straftat habe nicht festgestellt werden können, sagt Polizeisprecher Stephan Widmann. Der 25-Jährige sei nach seiner vorläufigen Festnahme wieder auf freien Fuß gesetzt worden, habe aber „einen Platzverweis für den Bereich Berliner Platz“ für die nächsten 24 Stunden bekommen. Es sei dem Veranstalter freilich unbenommen, nachträglich Anzeige wegen Hausfriedensbruchs zu stellen.