Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen besucht die Alb-Kaserne in Stetten am kalten Markt. Foto: dpa

Ihre Sommerreise führt die Verteidigungsministerin in den Südwesten. Und sie ist voll des Lobes - vor allem für die Arbeit der Deutsch-Französischen Brigade. Die Ministerin kündigt Millionen-Investitionen an.

Stetten am kalten Markt - Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will in den kommenden zwei Jahren 180 Millionen Euro in die Alb-Kaserne in Stetten am kalten Markt (Landkreis Sigmaringen) investieren. „Für uns ist Stetten am kalten Markt ein ausgesprochen wichtiger Bundeswehr-Standort“, sagte die Ministerin am Montag bei einem Besuch der Kaserne im Rahmen ihrer Sommerreise.

Die Alb-Kaserne biete den 2400 zivilen und militärischen Mitarbeitern der Bundeswehr optimale Bedingungen. „Da, wo Gemeinde, Landkreis, Abgeordnete hinter der Bundeswehr stehen, da hat die Bundeswehr Zukunft“. Nach 25 Jahren „Kürzen und Schrumpfen“ sei die Bundeswehr jetzt mitten in einer Trendwende, sagte von der Leyen. „Es ist wichtig für die Männer und Frauen, dass sie wissen, dass jetzt die Phase kommt, wo die Bundeswehr wieder wächst.“ Dazu müssten mehr Personal eingestellt und „Lücken beim Material“ geschlossen werden.

Zusammenarbeit mit französischen Soldaten

In Stetten besuchte die Ministerin das Artilleriebataillon 295. Die Ministerin ließ sich unter anderem die Panzerhaubitze 2000 und die Raketenwerfer vom Typ Mars II, sowie die digitale Zielerfassung über Drohnenbilder vorführen.

Die unter anderem in der Alb-Kaserne stationierte Deutsch-Französische Brigade zeige, „wie die Zukunft einer Armee der Europäer sein kann“, sagte von der Leyen bei dem Truppenbesuch. „Nämlich gewachsen aus den einzelnen Streitkräften, die immer enger miteinander arbeiten, sodass wir gemeinsam in der Lage sind in Einsätze zu gehen und die auch zu gestalten“. Die Zusammenarbeit mit den Franzosen funktioniere hervorragend.

Alb-Kaserne bildet Soldaten für die EU-Trainingsmission in Mali aus

Die binationale Brigade nahm zuletzt an mehreren Nato-Manövern teil und bildet derzeit Soldaten für die EU-Trainingsmission und die UN-Mission im westafrikanischen Mali aus. Die Ministerin unterhielt sich bei ihrem Besuch mit Soldaten, die in Stetten auf diesen Einsatz vorbereitet werden. Die Trainingsmission der EU bildete seit 2013 in Mali rund 8000 Soldaten für den Kampf gegen Islamisten im Norden des westafrikanischen Landes aus, 200 der 560 Ausbilder sind Deutsche.

Später am Montag wurde von der Leyen in der Hermann-Köhl-Kaserne in Niederstetten (Main-Tauber-Kreis) erwartet. Sie wollte sich dort die Fähigkeit des Transporthubschraubers vom Typ NH90 demonstrieren lassen.

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