Die Vorfälle in Pfullendorf sollen nun auf höchster Ebene überprüft werden. Foto: Getty

Sexuelle Nötigung und schwerwiegendes Fehlverhalten: Generalinspekteur Volker Wieker will persönlich in die Bundeswehrkaserne nach Pfullendorf fahren, um die Vorfälle aufzuklären.

Pfullendorf - Der Skandal um Misshandlungen, Mobbing und sexuelle Nötigung in einer baden-württembergischen Kaserne ruft nun auch den ranghöchsten Soldaten der Bundeswehr auf den Plan. Generalinspekteur Volker Wieker werde „in den nächsten Tagen“ in die Pfullendorfer Staufer-Kaserne im Landkreis Sigmaringen fahren, um sich die Vorgänge schildern zu lassen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Samstag der dpa zu einem Bericht des SWR.

In dem Elite-Ausbildungszentrum gehen Bundeswehr und Justiz derzeit Hinweisen auf Gewaltexzesse und schwerwiegendes Fehlverhalten nach. Sieben Soldaten wurden vom Dienst suspendiert und sollen fristlos entlassen werden, zudem wurden mehrere Disziplinarverfahren und Versetzungen angeordnet. Zuerst hatte „Spiegel online“ über die Vorfälle berichtet. Demnach gab es in Pfullendorf unter anderem „sexuell-sadistische Praktiken“ sowie Gewaltrituale. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) reagierte empört: Die Vorgänge seien „abstoßend und (...) widerwärtig“.

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