Auf La Palma geht man zu Karneval ganz in Weiß und darf den Babypuder nicht vergessen. Foto: Getty Images Europe

Dass man die fünfte Jahreszeit nicht nur in Köln oder Rio zu feiern weiß, zeigt der Karneval auf der Kanareninsel La Palma. Hier steht die fünfte Jahreszeit gant im Zeichen des "Dia de los Indianos. Weißes Puder und Kostüme im Kolonialstil dürfen hier nicht fehlen.

Dass man die fünfte Jahreszeit nicht nur in Köln oder Rio zu feiern weiß, zeigt der Karneval auf der Kanareninsel La Palma. Hier steht die fünfte Jahreszeit gant im Zeichen des "Dia de los Indianos. Weißes Puder und Kostüme im Kolonialstil dürfen hier nicht fehlen.

Stuttgart/Santa Cruz de la Palma - Karnevalshochburgen gibt es nicht nur am Rhein, auch in anderen Regionen der Erde wird bunt und ausgelassen gefeiert. Etwa auf der Insel La Palma, die zu den kanarischen Inseln gehört. Bei den Feierlichkeiten auf La Palma gehören weiße Kostüme aus der Kolonialzeit und Babypuder zur Ausrüstung der Teilnehmer.

Der "Dia de los Indianos" erinnert an die Auswanderer der Kanaren, die in Lateinamerika - vor allem auf Kuba - ihr Glück versucht haben.

b>Santa Cruz de Tenerife

Der Karneval der spanischen Inselhauptstadt Santa Cruz de Tenerife entstand im 16. Jahrhundert. Er erinnert durch seine Sambarhythmen und die leichtbekleideten Tänzer an den brasilianischen Fasching. Einer der Höhepunkte ist am 26. Februar die Wahl der Karnevalskönigin. Mit dem Verbrennen einer Pappsardine werden das Ende des Karnevals und der Beginn der Fastenzeit angekündigt.

Venedig (15.2. bis 4.3.)

Der Karneval in Venedig wurde erstmals 1094 urkundlich erwähnt. Ende des 18. Jahrhunderts eroberte Napoleon die Republik. Im Tausch gegen die norditalienische Lombardei übergab er sie an Österreich. Die damit verbundenen Veränderungen brachten den Karneval zum Erliegen. Erst 1979 wurde er von Theaterleuten, Bildhauern und Malern wieder zum Leben erweckt. Kunstvolle Masken, aufwendige Kostüme und prunkvolle Bälle prägen jährlich das Bild der Lagunenstadt. Das Fest endet mit einem großen Feuerwerk.

Rio des Janeiro (28.2. bis 4.3.)

Seit 1840 wird in der brasilianischen Stadt Rio de Janeiro Karneval gefeiert. Damals wurden noch Polka und Walzer getanzt - ab 1917 dann Samba. Bei dem fünftägigen Spektakel treten diverse Sambaschulen gegeneinander an. Ihre Tänzer präsentieren auf den glamourösen Festwagen in knappen, glitzernden Kostümen heiße Sambarhythmen.

New Orleans (15.2. bis 4.3.)

Der Ursprung des Faschingsfestes Mardi Gras (fetter Dienstag) in der Stadt New Orleans (US-Bundesstaat Louisiana) reicht ins 18. Jahrhundert zurück. Damals führten dort französische Einwanderer die Tradition bunter Umzüge vor der Fastenzeit ein. Bei den Paraden werden Perlenketten aus Plastik oder Münzen von den Festwagen in die Menge geworfen.

Aalborg (16.5. bis 24.5.)

In Aalborg wird der größte Karneval Skandinaviens gefeiert. Jährlich kommen etwa 25.000 Teilnehmer und 100.000 Zuschauer in die dänische Stadt. Im Zentrum der Feierlichkeiten steht die Ankunft des Faschingskönigs im Hafen von Aalborg. Zu den weiteren Höhepunkten gehört ein Musikwettbewerb mit Bands aus ganz Europa.

Notting Hill (24.8. bis 25.8.2014)

Der Notting Hill Karneval ist das größte Straßenfestival in Europa und findet jährlich im August in dem Londoner Szeneviertel statt. Er entstand 1964 als Möglichkeit für afro-karibische Migranten, ihre eigenen Kulturen und Traditionen zu feiern. Vom Konzept ist das Fest vergleichbar mit dem Karneval der Kulturen in Berlin, wo ebenfalls Livebands spielen und die Völkerverständigung im Mittelpunkt steht.

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