Zwischen den Fans des Karlsruher SC und des VfB besteht eine innige Feindschaft. Foto: dpa

In der 2. Fußball-Bundesliga kommt es Ende Oktober zum baden-württembergischen Derby zwischen dem Karlsruher SC und dem VfB Stuttgart. Schon im Vorfeld kündigen sich Krawalle an.

Stuttgart - Eins ist sicher: Der 30. Oktober wird für die Polizei in Baden-Württemberg zum Großkampftag. Dann nämlich, wenn in der 2. Fußball-Bundesliga der VfB Stuttgart beim Karlsruher SC gastiert, werden in und um das Wildpark-Stadion mit ziemlicher Sicherheit hässliche Szenen bis hin zu schierer Gewalt nicht ausbleiben. Das kündigen alleine schon die Vorboten an.

Dass sich die Fans des KSC und des VfB spinnefeind sind, ist natürlich kein Geheimnis mehr. Auch die Polizei stellt sich entsprechend auf das Derby ein. Ob sie aber Szenen verhindern kann, wie bei einem der jüngsten VfB-Gastspiele in Karlsruhe, als Steine in Richtung des Stuttgarter Mannschaftsbusses und der Fans flogen, bleibt abzuwarten.

KSC-Fans kündigen Krawalle an

Die Ultras (und Hooligans) beider Seiten bereiten sich jedenfalls ausgiebig vor. So ist aus der Stuttgarter Szene zu hören, dass schon jetzt Pläne gemacht werden, wie den Kontrahenten im und um das Stadion Schaden zugefügt werden kann. Und dabei geht es nicht um sportliche Dinge wie eine Niederlage in der 2. Liga. Vielmehr soll die Szenerie des nicht besonders sicheren und schon in die Jahre gekommenenen Karlsruher Stadions zu einigen Scharmützeln genutzt werden. Um das Stadion befindet sich teils dichter Wald, im Stadion selbst, das hat alleine schon das Zweitliga-Aufeinandertreffen zwischen dem Karlsruher SC und dem 1. FC Nürnberg gezeigt (hier geht es zu den Bildern der schweren Krawalle), bietet sich ebenfalls viel Platz für Ausschreitungen.

Ohne größere Geheimnisse gehen dagegen Teile der Karlsruher Szene vor und kündigen ihren Teil freimütig auf Plakaten in der Stadt an. Ob als gezieltes Ablenkungsmanöver für die Polizei gedacht, sei mal dahingestellt.

Jedenfalls steht auf den Plakaten folgendes: „Tod dem VfB. Schwaben jagen, Schwaben schlagen.“ Auch der genaue Treffpunkt und die Kleiderordnung wird genannt.

Abzuwarten bleibt, ob die Krawalle wirklich, wie hier angekündigt, auf dem Friedrichsplatz stattfinden werden. Die Polizei, so viel ist sicher, wird in jedem Fall Alles und Jeden in Bewegung setzen müssen, um den 30. Oktober nicht zu einem Tag des Grauens für den Deutschen Fußball werden zu lassen.

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