In San Juan auf Puerto Rico wappnen sich die Inselbewohner vor dem Sturm. Foto: AFP

Nach Hurrikan „Irma“ wütet nun „Maria“ in der Karibik. Auf der Insel Dominica trifft er auf Land. Nach derzeitiger Prognose dürfte der Sturm einen ähnlichen Kurs wie „Irma“ einschlagen.

Roseau - Hurrikan „Maria“ hat auf der Karibikinsel Dominica Verwüstungen angerichtet. „Ich weiß nicht, wie viele Menschen starben, wir wurden brutal von Hurrikan „Maria“ getroffen“, sagte Regierungschef Roosevelt Skerrit laut einem Bericht des TV-Senders TeleSur am späten Montagabend (Ortszeit). Laut ersten Informationen gebe es weit verbreitete Zerstörungen auf der Insel, schrieb Skerrit auf Facebook. Das Hurrikan-Zentrum in Miami stufte den gen Nordwesten weiter ziehenden Sturm von der stärksten Kategorie fünf auf vier herab.

„Maria“ bleibe auch nach seinem Zug über Dominica ein „extrem gefährlicher“ Sturm mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 250 Kilometern pro Stunde, hieß es weiter. Hurrikan-Warnungen galten unter anderem weiterhin für Guadeloupe, die US-amerikanischen und britischen Jungferninseln sowie St. Kitts und Nevis, Montserrat und das US-Außengebiet Puerto Rico. Dort könnte „Maria“ nach bisherigen Prognosen am Mittwoch auf Land treffen - es wäre das erste Mal seit 85 Jahren, dass die Insel direkt von einem Hurrikan getroffen wird.

Zu Schäden oder Opfer gab es keine Details

Auf Dominica, einer ehemaligen britischen Kolonie, bekam Regierungschef Skerrit persönlich die Kraft der Naturgewalt zu spüren: „Mein Dach ist weg. Ich bin der Gnade des Hurrikans ausgeliefert. Mein Haus wird überschwemmt“, schrieb er auf Facebook. Kurz darauf wurde der Regierungschef in Sicherheit gebracht: „Ich bin gerettet worden“, schrieb er.

„Maria“ hatte vor dem Auftreffen auf Dominica schnell an Kraft gewonnen und war vorübergehend in die höchste Kategorie fünf eingestuft worden. Starke Böen und kräftige Regenschauer fegten zuvor über Martinique hinweg, als „Maria“ am Montagabend die Karibikinsel passierte, wie der Radiosender RCI berichtete. Bäume wurden entwurzelt und hohe Wellen trafen auf die Küste. Zu Schäden oder Opfern gab es zunächst keine Details. Die Präfektur der französischen Überseegebiete Guadeloupe und Martinique hatte eine Ausgangssperre verhängt.

Nach der derzeitigen Prognose dürfte „Maria“ zunächst einen ähnlichen Kurs wie „Irma“ einschlagen. Der Rekord-Hurrikan hatte vor rund zwei Wochen in der Karibik und im US-Bundesstaat Florida erhebliche Verwüstungen angerichtet. Mehrere Menschen kamen ums Leben.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: