Welch ein Meilenstein für Fabian Straub aus der Karateabteilung der SV Böblingen. Mit dem deutschen Kata-Team ließ er die weltweite Konkurrenz hinter sich und feierte den WM-Titel.
Ein dramatisches Finale, Gänsehaut pur und am Ende der ganz große Wurf: Karateka Fabian Straub von der SV Böblingen ist Weltmeister mit dem deutschen Kata-Team. Als Teil der Nationalmannschaft erkämpfte er sich gemeinsam mit zwei anderen Sportlern bei den World Shotokan Karate-Do Championships im spanischen San Fernando den Titel.
Als amtierender Europameister angereist galt das Trio als Topfavorit und wurde dieser Rolle auch vollauf gerecht, indem es sich gegen die Konkurrenz aus 26 Ländern durchsetzte. Nach einer souveränen Vorrunde zogen die drei ins Finale der besten vier Teams ein. Dort präsentierten sie eine technisch präzise und dynamische „Unsu“, die mit 41,3 Punkten bewertet wurde. Weder Italien, noch Portugal oder Tschechien konnten das übertreffen. Mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,1 Zählern sicherten sich die Deutschen die Goldmedaille.
Die Nachricht löste in der Heimat Begeisterung aus. „Besser geht’s nicht“, jubelte SVB-Abteilungsleiter Andreas Stavrakakis, der auch gleich den Präsidenten des Vereins informierte. „Fabian kämpft seit Jahren auf extrem hohem Niveau. Der EM-Titel im vorigen Jahr war schon ein Höhepunkt, aber dieser WM-Titel toppt alles.“
Der Erfolg unterstreicht nicht nur die hervorragende Arbeit, die in Böblingen geleistet wird, sondern ist auch ein ganz spezieller individueller Meilenstein für Fabian Straub, der nun endgültig in der Weltspitze angekommen ist. Auch im Einzel zeigte er in Spanien übrigens starke Leistungen: Nach Siegen über einen Belgier und einen US-Amerikaner scheiterte er erst im Viertelfinale knapp an einem tschechischen Rivalen.