Konkurrenzlos in Wendlingen: Bürgermeister Steffen Weigel. Foto: SDMG

Am 7. Juli werden die Bürgermeister von Wendlingen, Notzingen und Schlaitdorf gewählt. Während die Amtsinhaber Steffen Weigel (Wendlingen) und Sven Haumacher (Notzingen) keine Konkurrenz haben, wird es in Schlaitdorf spannend.

Notzingen/Wendlingen/Schlaitdorf - Als Kugelstoßer – persönliche Bestleistung: 12,37 Meter –, im Hammerwerfen (Bestleistung: 46,82 Meter) und vor allem im Wurf-Fünfkampf spielt Sven Haumacher (Jahrgang 1976) in der Altersklasse der Senioren M 40 in Deutschland ganz vorne mit. Als seit acht Jahren amtierender Bürgermeister der rund 3600 Einwohner zählenden Gemeinde von Notzingen muss der ehemalige Polizeioberkommissar bei den am Sonntag, 7. Juli, anstehenden Wahlen seine Muskeln nicht spielen lassen. Nachdem die Bewerbungsfrist abgelaufen ist, steht fest: Auf den Stimmzetteln steht nur der Name des Amtsinhabers.

Haumacher, der bei der jüngsten Kommunalwahl auf der Liste der CDU den Sprung in den Esslinger Kreistag geschafft hatte, wird sich am Donnerstag, 27. Juni, um 19 Uhr im Rahmen der Kandidatenvorstellung in der Gemeindehalle dem Notzinger Wahlvolk präsentieren.

Steffen Weigel allein auf weiter Flur

Von dem Wendlinger Bürgermeister Steffen Weigel sind keine Kraftsportbestleistungen bekannt. Trotzdem wagt kein Konkurrent, gegen ihn anzutreten. Auch in der 16 200 Einwohner zählenden Neckarstadt Wendlingen wird am 7. Juli ein neuer Bürgermeister gewählt. Auch hier ist im Laufe der Woche die Bewerbungsfrist abgelaufen und auch hier steht fest: der alte Bürgermeister wird auch der neue sein. Der Amtsinhaber Steffen Weigel steigt als einziger Kandidat in den Ring.

Das ist vor acht Jahren noch anders gewesen. Der gelernte Diplom-Verwaltungswirt hatte zwar den Sprung als Chef der Kirchheimer Hauptverwaltung auf dem Bürgermeistersessel des benachbarten Wendlingen im ersten Wahlgang geschafft, hatte sich aber gleich gegen zwei Mitbewerber, darunter auch den Amtsinhaber Frank Ziegler, behaupten müssen. Der 50 Jahre alte Weigel, der für die SPD auch im Esslinger Kreistag sitzt, wird die offizielle Kandidatenvorstellung am Montag, 24. Juni, (Treffpunkt Stadtmitte, Beginn: 19 Uhr) nutzen, um seine Themenschwerpunkte für die kommenden acht Jahre vorzustellen.

In Schlaitdorf kommt es zu einem Vierkampf

Am meisten Spannung verspricht der Wahlgang in Schlaitdorf. Um das Spitzenamt im Rathaus der 1940 Einwohner zählenden Gemeinde am Westzipfel des Landkreises bewerben sich eine Frau und drei Männer. Als erster hatte Sascha Richter, ein 42 Jahre alter Forstwirt, der im Landratsamt Esslingen als Wildtierbeauftragter arbeitet, seine Bewerbung abgegeben. Er trifft auf Danielo Bernhard, einen 33 Jahre alten Berufssoldaten aus Böhmenkirch (Kreis Göppingen), auf Dennis Mews, den 35 Jahre alten Sachgebietsleiter der Stadtkämmerei in Filderstadt und auf die Diplom-Verwaltungswirtin Christl Nossek-Lausecker, derzeit Zweigstellenleiterin im Jobcenter der Stadt Stuttgart. Am Montag, 24. Juni, können sich die Schlaitdorfer im Rahmen der Kandidatenvorstellung im Gemeindezentrum ein Bild vom potenziellen Nachfolger des nach 16 Jahren nicht mehr antretenden Dietmar Edelmann machen.

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