Behörden, die eine illegale CD mit den Namen von Steuersündern kaufen- solche Geschäfte könnten bald der Vergangenheit angehören Foto: dpa

Die Schweiz ist nun offiziell bereit, ein Ende des Bankgeheimnisses zu verhandeln. Die deutsche Steuergewerkschaft, Thomas Eigenthaler, fordert, dass die Schweiz künftig wirklich über alle Kapitalerträge informiert.

Bern/Berlin - Die Schweiz ist nun offiziell bereit, mit der EU und den USA über ein Ende des Bankgeheimnisses zu verhandeln. Die zuständigen Gremien in der Schweiz haben die Weichen für eine Teilnahme am internationalen Austausch von Kontodaten gestellt.

Die deutsche Bundesregierung hatte dies bereits begrüßt. Damit werde es nicht mehr möglich sein, Kapitalerträge aus vielen Ländern vor dem deutschen Fiskus zu verstecken. Die Mitglieder der OECD sowie weitere 13 Staaten verpflichten sich, automatisch Informationen in Steuersachen auszutauschen. Der erste solche Austausch soll 2017 stattfinden.

Der Chef der Steuergewerkschaft, Thomas Eigenthaler, fordert, dass die Schweiz künftig über alle Kapitalerträge informiert: „Die ganze Palette von Finanzprodukten muss abgedeckt sein.“

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