Premierminister David Cameron (rechts) und der französische Präsident François Hollande stehen in Krisenzeiten zusammen. Foto: EPA

Bisher fliegen britische Bomber im Irak Angriffe gegen die Terrormiliz Islamischer Staat. Bei seinem Besuch in Paris stellt der britische Premier David Cameron in Aussicht, die Luftschläge auf Syrien auszuweiten.

Paris - Großbritannien hat Frankreich Unterstützung im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zugesagt. Premierminister David Cameron äußerte am Montag nach einem Treffen mit dem französischen Präsidenten François Hollande in Paris die „feste Überzeugung“, dass die britischen Luftschläge gegen den IS auch auf Syrien ausgeweitet werden sollten. Dies sei aber eine Entscheidung des britischen Parlaments. Cameron bot an, dass französische Flugzeuge für ihren Kampf gegen die IS-Milizen die britische Luftwaffenbasis Akrotiri auf Zypern nutzen können. Zudem wollen die Briten den Franzosen mit der Luftbetankung von Flugzeugen unter die Arme greifen.

Bislang beteiligen sich britische Piloten nur im Irak an den Angriffen einer internationalen Koalition auf IS-Stellungen. Cameron will in Kürze eine umfassende Strategie zum Kampf gegen die Terrormiliz in Syrien vorlegen. Hollande und Cameron kündigten auch an, dass ihre Länder im Kampf gegen den Terrorismus künftig noch mehr Informationen austauschen wollen.

Für Hollande war das Treffen der Auftakt zu einer Woche intensiver diplomatischer Bemühungen, er will eine internationale Koalition gegen den IS schmieden und besucht dazu US-Präsident Barack Obama und Russlands Präsidenten Wladimir Putin. „Es ist klar, dass die Welt zusammenkommt, um diese böse, terroristische Bedrohung zu bewältigen“, sagte Cameron.

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