In einem umfunktionierten Tagungsraum der Rems-Murr-Klinik in Winnenden werden Schnelltests gemacht. Foto: Gottfried Stoppel

Der Kreis verstärkt seine Aktivitäten bei Corona-Untersuchungen. Der Bedarf an Tests in Schulen und Pflegeheimen ist groß.

Rems-Murr-Kreis - Weil die Corona-Lage angespannt bleibt, hat der Rems-Murr-Kreis seine Kapazitäten für das Testen größerer Einheiten deutlich erhöht. Seit dem Mittwoch rückt nach Angaben des Landratsamts vom Schnelltestzentrum des Gesundheitsamts am Winnender Krankenhaus auch eine Mobile Einheit aus, die zu Pflege- und Behinderteneinrichtungen gerufen werden kann. Das Fahrzeug ist mit jeweils einem Mitarbeiter des Landkreises und einem medizinisch ausgebildeten Mitarbeiter des Roten Kreuzes besetzt.

400 Personen benötigen einen Test

Zurzeit habe man rund 400 Personen aus solchen Häusern auf der Liste, die einen Schnelltest benötigten, sagt Stefanie Böhm, die Sozialdezernentin des Kreises. Bis zum Ende der vergangenen Woche wurden acht Einrichtungen versorgt – darunter auch ambulante Dienste. Der Einsatz des Landratsamts solle der Überbrückung dienen, bis sich alle Einrichtungen nach den Vorgaben der neuen Testverordnung des Bundes eingerichtet hätten und selbst testen könnten. Bereits eine Woche zuvor habe man mit 1000 Schnelltests bei der Diakonie Stetten ausgeholfen.

Auch der Bedarf in Schulen und Kitas ist laut der Behörde sehr hoch. Angesichts der vielen Fälle würden momentan 200 Abklärungen pro Tag benötigt. Deshalb habe man die Kapazitäten seit dem Start des vom Gesundheitsamt und dem Roten Kreuz betriebenen Schnelltestzentrums verdoppelt. Die Einrichtung in einem umfunktionierten Tagungsraum am Winnender Rems-Murr-Klinikum soll die Arztpraxen und Labore entlasten.

Dort können sich neuerdings auch Mitarbeiter von Rettungsdiensten, Feuerwehren und Rathäusern testen lassen. Die Kreissparkasse unterstützt dieses Angebot mit einer Spende von 5000 Schnelltests. Das soll gewährleisten, dass diese Zielgruppen, die zur „kritischen Infrastruktur“ gehören, bei einem Verdachtsfall schnell wieder einsatzfähig sind und nicht durch das Warten auf Ergebnisse tagelang außer Gefecht gesetzt werden.

Anmeldung für Klinikbesucher

Auch Besucher, die wegen besonderer Umstände an das Krankenbett von Patienten der Rems-Murr-Kliniken vorgelassen werden, sollen vom kommenden Mittwoch an einen kostenfreien Antigentest machen. Sie können sich direkt an eine eigens eingerichtete Hotline wenden, um einen Termin zu vereinbaren: Die Nummer lautet 071 95/59 15 77 75.

Am Samstag sind dem Landratsamt 145 und am Sonntag 15 neue Coronainfektionen gemeldet worden. In den vergangenen sieben Tagen waren es damit insgesamt 697 Fälle. Der als kritisch definierte Wert liegt hochgerechnet auf die Bevölkerung im Rems-Murr-Kreis bei 213.

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