Gute Nachrichten in Kamerun: 79 entführte Kinder können wieder zurück zu ihren Familien (Symbolbild). Foto: 76516357

Die 79 Schüler, die vor zwei Tagen in Kamerun entführt wurden, sind alle wieder frei. Der Direktor und zwei Angestellte der Schule sind jedoch weiter in der Gewalt der Entführer.

Jaunde - Zwei Tage nach ihrer Entführung sind alle 79 Schüler im Nordwesten Kameruns wieder freigekommen. Der Direktor und zwei Angestellte der Schule seien jedoch weiter in der Gewalt der Entführer, erklärte der Vorsitzende der presbyterianischen Kirche Kameruns, Samuel Fonki Forba, am Mittwoch. Die Schüler waren in der Nacht zum Montag aus einer weiterführenden Schule der Kirchengemeinschaft in Bamenda entführt worden.

Die Kirche werde ihre Schulen in der Region aus Sicherheitsgründen bis auf weiteres schließen, erklärte Fonki. „Wir haben die Eltern angerufen und ihnen gesagt, dass sie ihre Kinder jetzt wieder nach Hause mitnehmen können“, sagte er. Die Entführer hätten die Kinder in der Nacht zum Mittwoch in der Nähe der Stadt Bamenda freigelassen.

Die Behörden verdächtigten Separatisten der englischsprachigen Minderheit Kameruns, für die Entführung verantwortlich zu sein. Sie sahen die Entführung als Teil der Strategie der Separatisten, im englischsprachigen Landesteil für Chaos zu sorgen. Die Mehrheit der rund 23 Millionen Einwohner des zentralafrikanischen Staates spricht französisch, nur eine Minderheit nahe der Grenze zu Nigeria ist anglophon. Die Minderheit fühlt sich seit langem von der frankophonen Mehrheit benachteiligt. Der Konflikt ist seit 2017 mit offenen Bestrebungen nach staatlicher Unabhängigkeit eskaliert.

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