Foto: shutterstock/manintino [Symbolbild]

Hannes testet Kameras. Bei einem Ausflug will er ausprobieren, wie gut sich Four-Thirds-Sensor in der Panasonic GH5 im Vergleich zu einem Vollformatsensor schlägt.

Wie gut schlägt sich der etwas kleinere Four-Thirds-Sensor in der Panasonic GH5 beim Fotografieren? Diese Frage möchte ich heute bei einem Test klären. Doch erst kurz ein paar hilfreiche Informationen zum Handling der Kamera.

Handling, Bedienung und Menü

Schon wenn man die Kamera in die Hand nimmt lässt einen das Gehäuse spüren, dass man es hier mit einem Profiwerkzeug zu tun hat. Sie liegt richtig gut in der Hand und hat für alle notwendigen Funktionen einen separaten Knopf am Gehäuse, was mir sehr gut gefällt. Die Bedienung und das Arbeiten mit der Kamera machen richtig Spaß. Das wird auch durch den vollständig schwenkbaren Monitor unterstützt. Sollte man Einstellungen im Menü vornehmen müssen, klappt das dank Touchfunktion flink und intuitiv.

Das Menü ist auch gut gestaltet. Zum Gehäuse der GH5 muss man aber auch sagen, dass es nicht das kompakteste ist. Sieht man sich dieses einmal ohne Objektiv an, so kommt einem der Sensor schon fast etwas verloren vor. Hier würde eigentlich auch ein Vollformatsensor Platz finden. Und da will Panasonic  bald nachlegen.

Wer diese Kamera, oder eine ihrer Vorgänger etwas kennt, wird sie vielleicht eher mit High-End-Videoaufnahmen in Verbindung bringen. Videos kann die GH5 natürlich richtig gut und das sogar bis 4K/60 Bilder pro Sekunde mit 10bit Farbtiefe, anstatt 8bit wie bei den meisten anderen Kameras. Somit hat man in der Nachbearbeitung der Videos wesentlich mehr Spielraum, wenn es um die Anpassung der Farben geht.

Fotomodus, Fokuspunkt und Schärfe

Die Kamera kann aber auch Fotos und genau darauf möchte ich jetzt näher eingehen.  Die GH5 besitzt nicht nur einen 4K sondern auch einen 6K Fotomodus. In letzteren lassen sich Aufnahmen mit 30 Bildern pro Sekunde machen.

Im Nachhinein kann das beste Bild aus der Serie ausgewählt und abgespeichert werden. Das ist genial für schnell bewegte Motive, wie bei Sportaufnahmen oder herumtollenden Kindern. Zusätzlich gibt es noch die Möglichkeit von Post-Fokus und Fokus-Stacking. Man kann im Nachhinein also den Fokuspunkt ändern oder ein Bild mit durchgehender Schärfe generieren. Natürlich gibt es auch alle andern Modi wie manuell, halbautomatisch (Blende, Zeit) und vollautomatisch, kreative Filtereffekte und diverse Fotostile.

Kaum verwackelte Freihandfotos

Was mich an der GH5 fasziniert, ist der zweifache Bildstabilisator Dual I.S. genannt. Die GH5 selbst hat einen internen 5-Achs-Bildstabilisator, welcher mit einem entsprechenden Objektiv mit Bildstabilisation kombiniert werden kann. So war es mir möglich beim Gehen Freihandvideoaufnahmen zu machen, welche kaum verwackelt waren. Das wollte ich natürlich auch für Fotos nutzen. Dank der Stabilisierung konnte ich Freihandfotoaufnahmen mit einer Belichtungszeit von 1/6 s machen, ohne ein unscharfes Foto zu bekommen. Wirklich klasse.

Die Fotos der GH5 gefallen durchaus. Beim Durchschauen ist mir aufgefallen, dass die Aufbereitung der Bilder direkt aus der Kamera sehr konservativ gehalten ist. Manchmal könnten die Bilder etwas knackiger wirken. Das kann aber auch mit an dem Kit-Objektiv liegt, welches vielleicht etwas weichzeichnet. Mit einem Leica Objektiv sollte an der Stelle aber nichts mehr zu meckern sein.

In Summe hat mir die GH5 sehr gut gefallen. Das Gehäuse liegt super in der Hand und die Bedienung macht wirklich Spaß. Die Features und die Qualität die die Kamera auch speziell im Videobereich mitbringt sind genial. Mit entsprechenden Objektiven lässt sich die GH5 auch sehr gut als Fotokamera nutzen.

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