Im Schullandheim Mönchhof sind einige Freizeitteilnehmer erkrankt. Foto: Gottfried Stoppel

Durchfall und Erbrechen haben einigen Teilnehmern das Ferienlager im Schullandheim Mönchhof bei Kaisersbach vermiest. Doch es gibt Entwarnung

Kaisersbach - Dieser Pressetermin ist etwas anders gelaufen als geplant: Der Kreisjugendring hatte am vorletzten Tag der Mönchhof-Freizeit zum Rundgang über das Gelände geladen, um den Journalisten einen Einblick in das Programm zu geben. Doch dann musste der Termin kurzfristig abgesagt werden – mehrere Freizeitteilnehmer waren erkrankt.

Von den insgesamt 43 Kindern im Alter zwischen acht und 14 Jahren hatten sechs in der Nacht zum Mittwoch Durchfall und Erbrechen bekommen. Auch von den Betreuern oder Teamern der Freizeit seien drei erkrankt, teilten die Verantwortlichen mit. Erste Schnelltests hätten einen Verdacht auf den hoch ansteckenden Norovirus nicht bestätigt. Stattdessen habe ein Arzt eine leichte Magendarminfektion diagnostiziert.

Kranke unter Quarantäne

„Unsere Betreuer sind für solche Situationen geschult“, versichert Ellen Klinger, die Projektreferentin des Kreisjugendrings. Die Erkrankten seien sofort von den übrigen Freizeitteilnehmern getrennt worden. Zudem sei darauf geachtet worden, dass gesunde und kranke Kinder getrennte Bäder und Toiletten benutzen. Auch, dass sich alle Kinder besonders gründlich die Hände waschen, hätten die Betreuer sorgfältig kontrolliert. „Die Teamer haben sehr gut reagiert“, lobt Klinger.

Für derartige Fälle gibt es laut dem Kreisjugendring einen vom Gesundheitsamt erstellten Leitfaden, mit dessen Maßnahmen eine weitere Ausbreitung von Infektionen verhindert werden soll. Dazu gehört neben der räumlichen Trennung von Erkrankten und Gesunden auch das gründliche Putzen und Desinfizieren sämtlicher Oberflächen – unter anderem von Türen und Türklinken. „Damit waren unsere Betreuer heute den ganzen Tag beschäftigt“, berichtet Klinger. Das eigentliche Freizeitprogramm konnte daher nur eingeschränkt stattfinden.

Keine weiteren Krankheitsfälle

Die Maßnahmen haben aber anscheinend gefruchtet: Im Tagesverlauf habe es keine weiteren Krankheitsfälle gegeben, wie der Kreisjugendring und das Landratsamt mitteilten. Die erkrankten Kinder seien von ihren Eltern abgeholt und umfassend von den Betreuern über den jeweiligen Krankheitsverlauf informiert worden. Die drei Teamer, die unter der Magendarmerkrankung litten, hätten den Mönchhof ebenfalls verlassen. „Sie waren sehr traurig darüber“, sagt Klinger.

Die Eltern der übrigen Kinder werden erst am Donnerstag bei der Abreise vom Auftreten des Magendarminfekts informiert. „Wir wollen hier keine Panik auslösen, zumal es sich ja nicht um den Norovirus handelt“, erklärt die Projektreferentin das Vorgehen. Wenn die Freizeitteilnehmer abgereist sind, werde das gesamte Schullandheim vorsichtshalber nochmals gründlich und leitliniengetreu gereinigt und desinfiziert, betonen die Verantwortlichen. Bis zur nächsten Freizeit im September bleibt dafür genügend Zeit.

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