Altenpfleger leiden sehr unter der Corona-Krise. Deshalb könnten sie bald mehr Geld bekommen. (Symbolbild) Foto: dpa/Bernd Wüstneck

Bis zu 1500 Euro sollen Altenpfleger zusätzlich bekommen. Die Bundesregierung hat einem entsprechenden Vorschlag der Minister für Gesundheit und Arbeit zugestimmt.

Berlin - Beschäftigte in der Altenpflege sollen als Ausgleich für eine besondere Belastung durch die Coronavirus-Krise einen steuer- und sozialabgabenfreien Gehaltsbonus von bis zu 1500 Euro erhalten. Die Bundesregierung billigte am Mittwoch nach Informationen aus Regierungskreisen einen entsprechenden Vorschlag von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD).

Finanziert werden soll dies zu zwei Dritteln von den Pflegekassen sowie zu einem Drittel von Ländern und Arbeitgebern. Beschäftigte, die mindestens ein Viertel ihrer Arbeitszeit direkt mit der Pflegearbeit verbringen, sollen einen Bonus von bis zu 1000 Euro erhalten und Lehrlinge 900 Euro. Andere Beschäftigte in der Altenpflege bekommen bis zu 500 Euro.

Die Finanzierung soll weder den Eigenanteil der Pflegebedürftigen noch die Beitragssätze erhöhen. In der zweiten Jahreshälfte wollen Gesundheits- und Finanzministerium laut einem Schreiben von Spahn und Heil miteinander festlegen, in welchem Umfang Kranken- und Pflegeversicherung Zuschüsse zur Stabilisierung der Beitragssätze erhalten. Dies werde auch die Frage der Refinanzierung der einmaligen Prämie umfassen.

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