Duell gegen den Ex-Verein: Rani Khedira (Mi.) spielte mit dem FC Augsburg beim VfB Stuttgart. Foto: Getty

Sami Khedira sah den 1:0-Sieg des VfB Stuttgart gegen den FC Augsburg live in der Mercedes-Benz-Arena. Nach dem Spiel konnte er sich aber nicht nur freuen.

Stuttgart - Als die Spieler des FC Augsburg und des VfB Stuttgart am frühen Samstagabend die Katakomben der Mercedes-Benz-Arena verließen, eilte ein anderer hinein: Sami Khedira. Der Weltmeister von 2014 war zu Gast beim Heimspiel seines Ex-Vereins – konnte aber nach Schlusspfiff nicht nur Gratulationen verteilen.

Lesen Sie hier: Unsere Analyse zum Spiel

Zwar siegte der VfB Stuttgart, mit dem Khedira 2007 Deutscher Meister geworden war, 1:0, doch in der eigenen Familie gab es auch einen Verlierer zu trösten. Sami Khediras Bruder Rani spielte den zentralen Part in der Augsburger Fünfer-Abwehrkette, die im Grunde nur einmal so richtig unaufmerksam war – was VfB-Stürmer Anastasios Donis prompt bestrafte. „Für uns ist das eine ganz bittere Niederlage, die nicht verdient ist. Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen“, klagte FCA-Trainer Manuel Baum.

Rani spielt ähnlich wie Sami

Auch Rani Khedira hatte an der Auswärtsniederlage zu knabbern, schon in der Kabine traf er aber seinen Bruder, der auch bei den Stuttgartern vorbeischaute. „Er war in beiden Kabinen“, sagte Stuttgarts Stürmer Mario Gomez, „ganz diplomatisch.“ Mit Gomez, Christian Gentner und Andreas Beck hat Khedira einst beim VfB zusammengespielt. 2010 wechselte er zu Real Madrid, heute spielt er bei Juventus Turin – im Kopf geblieben ist er aber vor allem Mario Gomez.

Mit Blick auf den ähnlichen Stil der Khedira-Brüder sagte er nach dem Spiel grinsend: „Ab und zu habe ich gedacht, der Sami rennt hinter mir her.“ Die Eltern der Brüder leben nach wie vor in Fellbach-Oeffingen.

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