Jusup Wilkosz, der als Bodybuilder ein Weltstar war, ist im Alter von 71 Jahren gestorben. Foto: Barbara Wilkosz

Man nannte ihn den „schwäbischen Schwarzenegger“: Jusup Wilkosz aus Fellbach, Weltmeister im Schwergewicht und Mister Universum, ist überraschend im Alter von 71 Jahren gestorben. Dies teilt seine Schwester bei Facebook mit.

Fellbach - „Mit großer Trauer müssen wir euch mitteilen, dass Jusup heute von uns gegangen ist“, schreibt die Schwester von Stuttgarts berühmtestem Bodybuilder auf der Facebook-Seite ihres Bruders, „wir werden sein empathisches Wesen, seine liebevolle Art und sein großes Herz immer in Erinnerung bewahren. Jusup wohnt in all unseren Herzen.“ Die Anteilnahme ist groß. Viele erinnern sich an einen erfolgreichen Sportler, der Ende der 1970er und bis Mitte der 1980er Jahre ein Weltstar war und die „goldene Ära des Bodybuilding“ mitgeprägt hat. Trotz seiner Triumphe sei er stets auf dem Teppich geblieben ist. „Du warst eine Inspiration, und dein Werdegang hat mich sehr mitgerissen“, schreibt einer seiner Fans bei Facebook.

Schwarzenegger nannte ihn „Sepp“

Im Gym am Venice Beach in Kalifornien hatte Wilkosz trainiert und gut 40 Tonnen Eisen am Tag bewegt – an der Seite von den Legenden Franco Columbu und Arnold Schwarzenegger, der ihn immer nur Sepp nannte.

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Der Sepp und der Arnold unternahmen viel gemeinsam: Wandern in Südtirol, Wasserski vor Hawaii. Einmal lud ihn Schwarzenegger nach Barbados ein zum Hochseefischen auf einer Zehn-Meter-Jacht. Wilkosz galt als der beste deutsche Bodybuilder – mit 115 Kilo bei einer Größe von 185 Zentimeter der schwerste Athlet damals. In Fellbach verwirklichte er seinen Traum und eröffnete ein eigenes Studio auf 1000 Quadratmetern. Bis dahin hatte er bei der Post gearbeitet. Die Bodybuilderszene trauert um ein Vorbild, der in seinem Sportlerleben viele internationale Titel von 1979 bis 1986 geholt hat.

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