Böll und Dürrenmatt: Julia Neigel lässt sich bei ihrem Deutschpop von Literatur inspirieren. Foto: factum/Simon Granville

„Ehrensache“ heißt das neue Album von Julia Neigel – und Ehrensache ist für sie auch, auf Deutsch zu singen. „Eine wunderschöne Sprache“, sagt die Sängerin aus Ludwigshafen.

Stuttgart - Die Sängerin Julia Neigel („Schatten an der Wand“) sieht die deutsche Sprache als perfektes Ausdrucksmittel für ihre Musik. „Deutsch zu singen, war für mich immer normal. In diese wunderschöne Sprache bin ich richtig verliebt“, sagte die 54-jährige Musikerin an ihrem Wohnort Ludwigshafen. Es gehe weniger um das Singen als darum, sich kreativ zu erklären. „Da ist Deutsch am geeignetsten.“ In diesen Tagen erscheint das neue Album „Ehrensache“ der Sängerin. Von 14 Liedern stammen 11 aus ihrer Feder.

Schon immer habe sie deutschsprachige Klassiker gelesen, etwa von Heinrich Böll oder von Friedrich Dürrenmatt, sagte Neigel. „Ich finde es wichtig, die deutsche Sprachkultur aufrecht zu erhalten und zu entwickeln.“ Bereits das Lied „Schatten an der Wand“, mit dem sie 1988 den Durchbruch geschafft hatte, sei gespickt gewesen mit Wörtern wie „Wohlgefühl“. „Ich will solche zeitlosen Worte erhalten.“

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