In 13 Fällen wurde den Jugendlichen die gewünschte Ware einfach verkauft (Symbolbild). Foto: dapd

Die Polizei hat gemeinsam mit Jugendlichen in Markgröningen und Ludwigsburg mehrere Testkäufe durchgeführt. In beiden Städten kamen die Testkäufer an Alkohol und Tabak.

Das Ergebnis? Verbesserungswürdig. So lautet die Bilanz einer Jugendschutzkontrolle, die von der Polizei am Donnerstag in Markgröningen durchgeführt wurde. Gemeinsam mit einer Auszubildenden der Stadt waren sieben Verkaufsstellen geprüft worden, darunter vier Supermärkte, eine Tankstelle, ein Drogeriemarkt und ein Kiosk. Und wie sich herausstellte, war es der 17-Jährigen in der Mehrheit der Fälle – insgesamt in vier Geschäften – möglich, hochprozentigen Alkohol oder Tabakwaren zu erwerben.

 

19 Verkaufsstellen wurden in Ludwigsburg geprüft

Bereits am Dienstag hatte die Polizei auch in Ludwigsburg in Kooperation mit der Stadt entsprechende Testkäufe durchgeführt. Dabei traten zwei 17-jährige und eine 16-jährige Auszubildende als Käufer in insgesamt 19 Verkaufsstellen auf, darunter Lebensmittelgeschäfte, Tankstellen, Elektronikmärkte sowie Tabakläden. Die Bilanz fiel hier etwas besser aus: Die Mitarbeitenden verhielten sich in zehn Fällen vorbildlich, kontrollierten die Ausweise der Jugendlichen und lehnten den Verkauf von Alkohol, Zigaretten und Vapes ab.

In zwei Fällen überprüften die Mitarbeitenden zwar die Ausweise der Jugendlichen, dennoch verkauften sie ihnen anschließend die gewünschte Ware. In sieben weiteren Fällen führten die Mitarbeitenden keinerlei Kontrollen durch und verkauften alkoholhaltige Pralinen, Alkohol, Zigaretten sowie Konsolenspiele, die erst ab 18 Jahren freigegeben waren, an die Testkäufer.

Das Verkaufspersonal und auch die Geschäftsführungen müssen nun mit einem Bußgeldverfahren rechnen.