Reparaturen an den Ställen haben die Rücklagen des Jugendfarmvereins aufgefressen. Selbst kann er daher nicht für Strom und Wasser aufkommen. Foto: Archiv Rehman

Auch die grünen Stadträte unterstützen nun den Wunsch der Jugendfarm, die Versorgung der Einrichtung mit Wasser und Strom auf sichere Füße zu stellen.

Riedenberg - Markus Dinkelacker vom Jugendfarmverein in Riedenberg ist erleichtert. „Wir haben damit gerechnet, dass aus dem Bezirksbeirat Unterstützung kommt“, sagt er. „Es ist für uns ein ermutigendes Zeichen, dass sich auch Stadträte hinter uns stellen.“ Noch bangt die Einrichtung, wie es weitergehen wird, wenn das Grundstück irgendwann nicht mehr aus der Nachbarschaft mit Strom und Wasser versorgt werden sollte. Denn das ist bisher der Fall. Doch besagte Nachbarin ist inzwischen höheren Alters und hat die ­Jugendfarm jüngst darauf aufmerksam gemacht, dass es an der Zeit sei, sich um neue Anschlüsse zu bemühen.

Stadt soll Lösung erarbeiten

Die Gemeinderatsfraktion der Grünen hat nun einen Antrag gestellt, er nimmt das Anliegen der Jugendfarm auf und fordert, dass die Verwaltung Stellung zu der Situation der Jugendfarm nimmt. Die Stadt soll prüfen, was unternommen werden muss, damit die Einrichtung auch künftig über Versorgungsanschlüsse verfügt. Die Formulierung beinhaltet keine Aufforderung, die Anschlüsse zu bezahlen, sondern den Auftrag, Lösungen für die Versorgung der Einrichtung zu erarbeiten. Die Jugendfarm sieht sich nicht in der Lage, die Kosten selbst zu tragen. Sie verweist auf Sanierungen an den Stallanlagen auf dem Gelände, für die der die Einrichtung tragende Verein die Hälfte der Kosten übernehmen musste. Dies, so die Verantwortlichen der Jugendfarm, habe die Rücklagen ausgezehrt.

Der Antrag ein kleiner Erfolg

Bei jüngsten Gesprächen mit den Bezirksbeiräten unterbreite die Jugendfarm erste Berechnungen über die Höhe der Ausgaben, die für neue Anschlüsse anfallen würden. Diese würden der Einrichtung zufolge mehr als 56 000 Euro betragen. Der Jugendfarmverein sei finanziell derzeit nicht in der Lage, 30 bis 50 Prozent dieser Summe selbst beizusteuern.

Markus Dinkelacker sieht in dem vage formulierten Antrag der Grünenfraktion im Gemeinderat dennoch einen Erfolg. „Es ist ein guter Schritt, der die Verwaltung dazu anstößt, darüber nachzudenken, wo wir künftig Strom und Wasser herbekommen können“, sagt er.